16. Februar 2020 / 19:35 Uhr

Torgefährliche Abwehrspielerinnen bescheren Turbine Potsdam Sieg gegen den 1. FC Köln

Torgefährliche Abwehrspielerinnen bescheren Turbine Potsdam Sieg gegen den 1. FC Köln

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Potsdams kopfballstarke Johanna Elsig (mi.) erzielt das Tor zum 4:0.
Abwehrchefin Johanna Elsig (M.) gelang per Kopfball das zwischenzeitliche 4:0 für Turbine Potsdam gegen den 1. FC Köln. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Beim 5:0-Erfolg des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den 1. FC Köln treffen gleich drei Abwehrspielerinnen, darunter auch Comebackerin Johanna Elsig.

Turbine Potsdam - 1. FC Köln 5:0 (3:0). Tore: 1:0 Lara Prasnikar (13.), 2:0 Caroline Siems (24.), 3:0 Nina Ehegötz (30.), 4:0 Johanna Elsig (48.), 5:0 Sara Agrez (66.).

Turbine Potsdam konnte sich gegen den 1. FC Köln auf die Abwehr verlassen. Beim 5:0 (3:0)-Erfolg gegen den Tabellenzehnten blieb die Defensive nicht nur ohne Gegentor, sondern war auch noch für drei der fünf Treffer verantwortlich. Einer davon gelang Rückkehrerin Johanna Elsig, die ihr Comeback nach mehrmonatiger Achillessehnen-Verletzung feierte. „Dass wir so die Rückrunde anfangen, hätte vielleicht auch keiner gedacht. Ich glaube, dass wir Selbstvertrauen im letzten Jahr gesammelt haben und das jetzt ausbauen konnten“, sagte die Abwehrchefin.

3:0 nach 30 Minuten

Tatsächlich kamen die Bundesliga-Fußballerinnen gegen Köln nie in Bedrängnis, schon nach 30 Minuten führten die Potsdamerinnen mit 3:0. "Ich fand die ersten 30 Minuten echt gut. Wir haben Köln in keinster Weise entfallen lassen, es hätten auch noch ein, zwei Tore mehr sein können", meinte -ein zufriedener Turbine-Trainer Matthias Rudolph, "es war ein sehr toller Auftakt ins Jahr 2020". Lara Prasnikar (13. Minute) hatte den Torreigen eröffnet, Nina Ehegötz das dritte Tor erzielt. Dazwischen lag das 2:0 (24.) von Caroline Siems. „Hat auch ganz schön lange gedauert“, sagte die Rechtsverteidigerin über ihr erstes Bundesligator überhaupt.

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In Bildern: Turbine Potsdam schlägt den 1. FC Köln mit 5:0.

Kölns Calo Francesca (l.) im Laufduell mit Nina Ehegötz. Zur Galerie
Kölns Calo Francesca (l.) im Laufduell mit Nina Ehegötz. © Jan Kuppert

Im Tor der Turbinen stand überraschend Zala Mersnik, die Stammtorhüterin Vanessa Fischer (kleiner Muskelfaserriss) vertrat. „Es bleibt abzuwarten, ob sie vielleicht schon gegen Wolfsburg wieder fit ist“, sagte Rudolph mit Blick auf das Spitzenspiel beim Meister am kommenden Freitag. Zudem fehlte Anna Gasper (familiäre Gründe) kurzfristig. Doch das Fehlen der Nationalspielerin kompensierten ihre Teamkolleginnen in starker Manier, allerdings war Köln auch kein Gegner auf Augenhöhe. „Gefühlt hat Turbine 70 bis 80 Prozent der Zweikämpfe gewonnen“, bilanzierte Gästetrainer Sascha Glass. "Was mich ein bisschen ägert war, dass wir uns viel vorgenommen haben, aber ein bisschen ängstlich agiert haben", sagte der Köln-Coach.

Gute Harmonie in der Abwehr

Und so konnten die Turbinen auch in der zweiten Hälfte meist schön kombinieren, wobei Johanna Elsigs 4:0 nach einem Freistoß fiel, die Flanke köpfte sie problemlos ein (48.). Den Schlusspunkt setzte schließlich ihre Innenverteidiger-Kollegin Sara Agrez, die nach einem Lattentreffer am schnellsten schaltete und den Ball über die Linie nickte. Damit hatte die Abwehr für drei Tore gesorgt. "Ich habe mit Sara viele Testspiele gespielt, das passt auf jeden Fall, auch mit Caro auf der rechten Seite. Ich glaube, dass es ihnen vielleicht auch gut tut, wenn eine erfahrene Spielerin hinten zu haben, die dann das Kommando übernimmt", sagte Johanna Elsig nach ihrem gelungenen Comeback. Auch Viktoria Schwalm kam nach ihrem Schlüsselbeinbruch Ende September zu ihren ersten Spielminuten.

Turbine Potsdam: Mersnik – Siems, Elsig, Agrez, Gerhardt – Zadrazil, Graf (72. Dieckmann) – Ehegötz (72. Schwalm), Höbinger, Chmielinski (67. Weidauer) – Prasnikar.
1. FC Köln: Herzog - Horvat, Calo, Nietgen, Frommont - Hild, Gosch - Beckmann, Kohr (63. Barrett), Linden (88. Meßmer) - Schraa (46. Tietge).