02. Oktober 2021 / 08:22 Uhr

Traoré-Poker wird bei Dynamo Dresden zur Hängepartie

Traoré-Poker wird bei Dynamo Dresden zur Hängepartie

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Ibrahima Traoré wäre sportlich ein Gewinn für Dynamo, aber zu welchem Preis?
Ibrahima Traoré wäre sportlich ein Gewinn für Dynamo, aber zu welchem Preis? © Dennis Hetzschold
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Ob der Ex-Gladbacher bei Dynamo unterschreibt, wird von Tag zu Tag weniger wahrscheinlich. Offenbar ist der 33-Jährige noch etwas zu teuer für den Zweitliga-Aufsteiger.

Dresden. Kommt er nun oder kommt er doch nicht? Was aus Ibrahima Traoré wird, das fragen sich immer mehr Dynamo-Fans. Der Verhandlungspoker der Schwarz-Gelben mit dem 33 Jahre alten Ex-Gladbacher wird mehr und mehr zur Hängepartie.

Eine Woche nach seinem Probetraining in Dresden ist weiter unklar, ob der Offensiv-Allrounder bei Dynamo anheuert. Dabei hat sich Trainer Alexander Schmidt klar für den guineisch-französischen Außenbahn-Spezialisten, der auch im zentralen offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, ausgesprochen. Und das tat der 52-Jährige bereits am Dienstag, als er nach dem 8:0-Testspielsieg gegen Bischofswerda seine erste Einschätzung vom vergangenen Freitag bekräftigte: „Ich habe ja gesagt, er hat einen guten Eindruck hinterlassen. Es war vom Typ, vom Charakter her so, dass er anständiger Kerl ist. Ich habe auch gute Rückmeldungen vom Dortmunder Trainergespann.“ BVB-Cheftrainer Marco Rose und seine Assistenten hatten Traoré zuvor in Mönchengladbach betreut. Schmidt würde den Routinier aus rein sportlichen Motiven also gern haben: „Da spricht nichts dagegen.“

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An diesem Freitag konnte Schmidt vor der Abreise zum Auswärtsspiel beim FC St. Pauli (Sonntag, 13.30 Uhr) noch nichts Neues sagen: „Sportlich habe ich ja meinen Senf dazu gegeben, alles weitere kann ich nicht beeinflussen. Die Verhandlungen laufen.“ Es müssten halt alle Komponenten zusammenpassen, Dynamo dürfe das Gehaltsgefüge nicht sprengen: „Da müssen wir gewisse Maßstäbe einhalten.“ Wenn das passt, „dann wäre ich froh, wenn er kommt“, so Schmidt, der Traoré „jetzt“ braucht – „und nicht erst in drei Wochen“. Jede Trainingseinheit, die Traoré mit der Mannschaft machen kann, wäre von Vorteil. Ein Personal Trainer könne richtiges Mannschaftstraining nicht ersetzen, glaubt Schmidt.