13. September 2020 / 18:29 Uhr

Trotz personeller Hilfe: Chemie-Damen unterliegen Sieversdorf deutlich (mit Galerie)

Trotz personeller Hilfe: Chemie-Damen unterliegen Sieversdorf deutlich (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
IMG_6085
Jessica Finkbeiner erzielte den Premnitzer Ehrentreffer. © Christoph Laak
Anzeige

Frauen-Landesliga: Premnitzerinnen müssen sich der SG Sieversdorf mit 1:7 geschlagen geben.

Eigentlich wollten die Landesliga-Fußballerinnen des TSV Chemie Premnitz am Sonntag den ersten Sieg der Saison einfahren. Gegen die SG Sieversdorf setzten die Gastgeberinnen sogar auf die Hilfe von vier Handballerinnen des SV Blau-Weiß Wusterwitz. Allein genutzt hat es nichts. Die Chemikerinnen mussten sich den Sieversdorferinnen, die über die kompletten 90 Minuten das bessere Team waren, am Ende deutlich mit 1:7 (0:3) geschlagen geben. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, aber was soll man machen“, erklärte die Premnitzer Mannschaftsverantwortliche Sandra Rusch.

Anzeige

Chemie war aufgrund der Ausfälle von Beatrice Hilgendorf und Sarah Ziegenhirt zu zwei Umstellungen im Vergleich zum vorigen Wochenende gezwungen und befand sich eigentlich von Beginn an im Rückwärtsgang. Sieversdorf versuchte es druckvoll über die Außenpositionen und hatte damit bereits nach wenigen Minuten Erfolg, als ein gefühlvoller Schlenzer im langen Ecke landete. Und auch danach blieben die Gäste das optisch überlegene Team. Chemie konnte man kämpferisch nichts vorwerfen, spielerisch gelang aber zu wenig. Und als sich die Premnitzer Hintermannschaft nicht einig war, erhöhte die SG auf 0:2.

Chemie Premnitz unterliegt der SG Sieversdorf mit 1:7

Die Chemikerinnen (in Grün) waren von Beginn an das unterlegene Team und verloren verdient. Zur Galerie
Die Chemikerinnen (in Grün) waren von Beginn an das unterlegene Team und verloren verdient. © Christoph Laak

Auf der Gegenseite hatte einzig Jessica Finkbeiner mit einem Fernschuss mal für so etwas wie Torgefahr gesorgt. Ihr Versuch zischte jedoch über den Kasten. Und kurz vor dem Pausenpfiff kam es für den TSV Chemie dann sogar noch schlimmer, erhöhten die Gäste sehenswert auf 0:3 „Wir haben uns das eigentlich ein wenig anders vorgestellt gehabt, aber einfach auch zu viele Fehler gemacht“, urteilte Sandra Rusch, für deren Mannschaft es nach der Pause auch nicht besser wurde. Im Gegenteil.

Premnitzerinnen mit fehlender Durchschlagskraft

Die Gäste ließen nicht locker und erspielten sich weitere gute Tormöglichkeiten, die sie auch sehr effektiv nutzten. Und die Premnitzer Torhüterin Susanne Schlothauer konnte sich bei weiteren Chancen der Sieversdorferinnen sogar noch auszeichnen und verhinderte eine höhere Niederlage, die sogar möglich gewesen wäre. Dennoch zappelte der Ball noch viermal im Premnitzer Gehäuse, wobei Jessica Finkbeiner immerhin der Ehrentreffer der Premnitzerinnen zum 1:7-Endstand gelang.

„Wir hatten als Mannschaft insgesamt nach vorne viel zu wenig Durchschlagskraft“, schätzte Sandra Rusch ein, betonte aber: „Wir müssen jetzt weitermachen und den Kopf irgendwie oben behalten. Ein Dank gilt auch noch einmal den Wusterwitzer Handballerinnen, die das toll gemacht haben. Schade, dass es nicht zu einem besseren Ergebnis gereicht hat.“ Der TSV Chemie belegt nach zwei Spieltagen nun den letzen Platz und muss am kommenden Wochenende beim FSV Babelsberg 74 II antreten.