02. Oktober 2021 / 21:22 Uhr

TSV Bordesholm bleibt Spitzenreiter und nimmt Kurs auf das Hallenmasters

TSV Bordesholm bleibt Spitzenreiter und nimmt Kurs auf das Hallenmasters

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Der Bordesholmer Aaron Meyerfeldt (li.) schießt, die Flensburger Finn Lorenzen (Mitte) und Kevin Njie (re.) blocken.
Der Bordesholmer Aaron Meyerfeldt (li.) schießt, die Flensburger Finn Lorenzen (Mitte) und Kevin Njie (re.) blocken. © Jan-Phillip Wottge
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Der TSV Bordesholm darf von der dritten Teilnahme am Lotto Masters in der Kieler Wunderino Arena träumen. Im Spitzenspiel der Oberliga Nordstaffel setzten sich die Sörensen-Schützlinge vor 110 Zuschauern mit 2:1 gegen den SC Weiche Flensburg 08 II durch und bleibt nach sechs Spieltagen ungeschlagen.

„Das waren echte Big Points. Vor allem aufgrund der Art und Weise, wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind“, sagte TSVB-Coach Björn Sörensen mit sicht- und hörbarer Erleichterung. Seine Elf untermauerte gegen die Nordlichter, die mit fünf Akteuren aus dem Regionalligakader an den Möhlenlkamp gereist waren, ihren Anspruch auf einen Platz in der Meisterrunde. Allein der leichtfertige Umgang mit den zahlreichen Torchancen hätte den Bordesholmern um ein Haar das Genick gebrochen und die mögliche Masters-Qualifikation in weite Ferne rücken lassen.

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Die Gastgeber begannen wie entfesselt, strahlten Dominanz im Zentrum aus, öffneten die Flügel. Doch dort zeigte sich das sonnabendliche Dilemma: Die Qualität der Flankenbälle hielt nicht mit der des Spielaufbaus stand. Das Angriffsdrittel blieb Fehlerzone. Als Aaron Meyerfeldt mit flinken Schritten den Weg in die Box suchte, verfehlte sein Querpass den mitgelaufenen Eugen Halili um einen halben Meter (7.). Etwas knapper segelte der Chipball von Noah Purtz (8.) am langen Pfosten vorbei. Der Kurs war gewählt: Mit einem Sieg soll das Lotto Masters 2022 angesteuert werden. Der einfachste Weg: Zwei Siege aus den Spielen gegen Weiche II und den TSB Flensburg, wenn gleichzeitig der Eckernförder SV irgendwo Federn lässt.

Die Flensburger Gäste ließen den Bordesholmer Angriffswirbel über sich ergehen, hatten Glück, dass Eugen Halilis Fernschuss (16.) knapp über die Latte zischte. Die Elf von der Förde wurde lediglich kurz vor der Halbzeit gefährlich, als sowohl der Bordesholmer Keeper Ronny Losereit als auch Weiche-Stürmer John-Frederik Dethlefs eine Njie-Flanke unterliefen (44.). Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Bordesholmer ihre Angriffsbemühungen, doch der Kompass war noch nicht feinjustiert, als Malte Lucht zwei gute Einschusschancen (53./55) verstreichen ließ. Was Effizienz ist, zeigten die Gäste, die mit ihrem ersten Torschuss zum 1:0 (64.) trafen. Nils Jungehülsing stellte mit einem Schuss ins kurze Eck den Spielverlauf auf den Kopf.

„Gefühlt müssen wir zu diesem Zeitpunkt deutlich führen, lassen aber im Angriffsdrittel jegliche Durchschlagskraft vermissen. Und dann liegst du urplötzlich zurück“, ärgerte sich Sörensen. Doch der 35-Jährige bewies ein glückliches Händchen, schickte Arda Özkan für den glücklosen Halili aufs Feld und wurde belohnt. Nach Härter-Geistesblitz taucht Özkan glockenfrei vor Weiche-Keeper Casper Mols auf, umkurvte diesen und schob zum 1:1 (81.) ein. Vier Minuten später konnte Weiches Jonas Kabus den Bordesholmer Lucht nur auf Kosten eines Strafstoßes stoppen. Lucht verwandelte sicher zum 2:1. Spiel gedreht! „Wir wollen unbedingt zum Masters, wollen Erster unser Staffel werden. Das waren ohne Wenn und Aber Big Points“, jubelte Sörensen.

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Schiedsrichter: Bela Bendowski (Eintracht Lübeck) – Tore: 0:1 Jungehülsing (64.), 1:1 Özkan (81.), 2:1 Lucht (85./Foulelfmeter) –Zuschauer: 110.

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