07. Oktober 2019 / 08:51 Uhr

TSV Bordesholm "nicht präzise genug" gegen 1. FC Phoenix Lübeck

TSV Bordesholm "nicht präzise genug" gegen 1. FC Phoenix Lübeck

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Der zweifache Lübecker Torschütze Marco Pajonk (li.) hatte zu viele Freiheiten und kommt auch in dieser Szene vor dem Bordesholmer Malte Petersen (re.) ungehindert zum Schuss.
Der zweifache Lübecker Torschütze Marco Pajonk (li.) hatte zu viele Freiheiten und kommt auch in dieser Szene vor dem Bordesholmer Malte Petersen (re.) ungehindert zum Schuss. © Reinhard Gusner
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Die Pleitenserie des PSV Neumünster in der Fußball-Oberliga geht weiter. Beim Spitzenreiter SC Weiche Flensburg II mussten die Polizisten die fünfte Niederlage in Folge einstecken. Dennoch beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz weiterhin fünf Punkte, weil Inter Türkspor Kiel mit 2:3 gegen den VfB Lübeck II verlor. Weiterhin sieglos bleibt der Eckernförder SV, der am elften Spieltag die zehnte Saisonniederlage kassierte. Derweil rutscht auch der TSV Bordesholm nach der 0:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Phönix Lübeck Richtung Abstiegszone.

TSV Bordesholm – 1. FC Phönix Lübeck 0:3

Marc Lindenberg (5.) köpfte noch knapp am Bordesholmer Gehäuse vorbei, ehe Phönix-Torjäger Marco Pajonk fast ungehindert durch die Abwehr spazierte und die Gästeführung (6.) erzielte. Bis kurz vor der Halbzeit diktiertrn die Lübecker das Geschehen und erhöhten durch den sträflich ungedeckten Pajonk (37.). Erst nach dem 0:2 startete die Heimelf Offensivbemühungen. Die wurden ab Wiederanpfiff zwar forciert, stellten den im ersten Durchgang nur durch Rückgaben eigener Mitspieler beschäftigten Phönix-Keeper Yilmaz Caglar aber vor keine ernsthaften Probleme. „Wir hatten eben keinen Spieler, der unsere Angriffe erfolgreich vollenden konnte“, sah der Bordesholmer Coach Björn Sörensen sein Team „nicht präzise genug agieren“. Wie es geht, zeigten die Gäste: Der Ex-Eidertaler Luca Aouci traf zum 3:0-Endstand (89.). „Eine klare Sache für uns, obwohl wir in der zweiten Halbzeit kein Feuerwerk abgebrannt haben. Das mussten wir auch nicht gegen die Bordesholmer, die sich Mühe gegeben haben“, resümierte Phönix-Sportchef Frank Salomon.

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(Reinhard Gusner)

Klickt euch durch die Fotos zur Oberliga-Begegnung zwischen dem TSV Bordesholm und dem 1. FC Phoenix Lübeck:

Lübecks Tomislav Blazheski (re.) beobachtet, wie sein Teamkollege Noor Al Mortada Al-Tamemy (Nr. 7) nach einem Foulspiel am Bordesholmer Luca Groth (am Boden) von Schiedsrichterin Susann Kunkel die gelbe Karte erhält. Groths Teamkollege Felix Schlagelambers (Nr. 10) protestiert wegen des Foulspiels. Zur Galerie
Lübecks Tomislav Blazheski (re.) beobachtet, wie sein Teamkollege Noor Al Mortada Al-Tamemy (Nr. 7) nach einem Foulspiel am Bordesholmer Luca Groth (am Boden) von Schiedsrichterin Susann Kunkel die gelbe Karte erhält. Groths Teamkollege Felix Schlagelambers (Nr. 10) protestiert wegen des Foulspiels. ©

Eutin 08 – Husumer SV 2:2

„Es ist nur ein Punkt geworden, weil zu wenig Spieler ihre Normalform erreicht haben. Dann fehlen halt ein paar Prozent“, konstatierte 08-Coach Dennis Jaacks enttäuscht und ergänzte: „Die vielen Fehler im Spiel mit dem Ball haben uns das Leben unnötig schwer gemacht.“ Zunächst war es jedoch die Chancenverwertung, an der die Nullachter verzweifelten. Tim Röben scheiterte zweimal frei vor HSV-Keeper Chris Bielinski (8./14.). Besser machte es Sören Lepin , als er nach Röben- Absatzkick zum 1:0 (30.) traf. Max Wichelmann (32.) hätte freistehend aus drei Metern per Kopf das 2:0 nachlegen müssen, scheiterte aber ebenfalls an Bielinski. Auf der Gegenseite markierte Luca Steen nach einem Achtenberg-Fehlpass (34.) den Ausgleich. Fortan lieferten sich beide Mannschaften ein fehlerbehaftetes Spiel mit offenem Visier. Joker Kevin Ferchen erzielte mit einem abgefälschten Schuss die erneute 08-Führung (65.), die wiederum Steen nur drei Minuten später egalisierte.

Inter Türkspor Kiel – VfB Lübeck 2:3

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SC Weiche Flensburg 08 II – PSV Neumünster 4:1

Die Polizisten kommen einfach nicht auf den grünen Zweig. 45 Minuten lang hielt PSV-Keeper Philipp Reinhold mit Glanzparaden gegen Serhat Yazgan (32.), Thomas Carstensen (35.) und Fleming Barth (36.) die Null fest. Und beinahe hätten die Gäste durch Marvin Kehl gar den Lucky Punch gesetzt, doch sein 18-m-Schuss klatschte an den Pfosten (44.). „Dann verpennen wir die ersten fünf Minuten nach der Halbzeit komplett“, haderte PSV-Coach Thomas Möller. Barth (47.) und Marcel Cornils (49.) sorgten per Doppelschlag für die 2:0-Führung des Spitzenreiters. Kehl verkürzte nach Zuspiel von Maurice Knutzen von der Strafraumgrenze (59.). Doch die Hoffnungen des PSV keimten nur drei Minuten, dann stellte Cornils per Konter (62.) den alten Abstand wieder her. Und Cornils setzte nach Kehl-Ballverlust auch den 4:1-Schlusspunkt (84.). „Wir verteilen einfach zu viele Geschenke“, ärgerte sich Möller nach der fünften Niederlage in Folge.

Die besten Torjäger in Schleswig-Holstein aus der Saison 2019/2020 (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 9. März 2020

34 Tore Zur Galerie
34 Tore ©

Eckernförder SV — Oldenburger SV 1:4

Das Ergebnis spiegelt nicht das Spielgeschehen wider. „Wir waren die bessere Mannschaft“, erklärte ESV-Coach Maik Haberlag. Die Schwarz-Weißen erspielten sich gerade im ersten Durchgang einige Torchancen. Doch sogar hundertprozentige Chancen wurden liegen gelassen. Und die Defensive war stabil. „In ersten Halbzeit lassen wir gerade einmal drei Schüsse zu“, so Haberlag. Doch einer saß. Mats Klüver (31.) traf nach einer Standardsituation, Ole Altendorf (40.) sorgte jedoch noch vor der Pause für den verdienten Ausgleich. Ein gutes Timing der Schwarz-Weißen, die sich in der zweiten Halbzeit dann aber doch wieder eine sehr gute Leistung kaputt machten. Pascale Janner (54.), Kevin Wölk (73.) nach einem fragwürdigen Elfmeter und das Eigentor von Lars Puphal (85.) besiegelten die zehnte ESV-Pleite im elften Spiel.

(Max Brosta)

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