08. Juli 2021 / 11:10 Uhr

"Ein Geben und Nehmen": In Gremersdorf ziehen Gemeinde und TSV an einem Strang

"Ein Geben und Nehmen": In Gremersdorf ziehen Gemeinde und TSV an einem Strang

Lisa Wittmaier
Lübecker Nachrichten
Bürgermeister Henning Pries zusammen mit dem Vorstand vom TSV Gremersdorf hinter der neuen Werbebande.
Bürgermeister Henning Pries zusammen mit dem Vorstand vom TSV Gremersdorf hinter der neuen Werbebande. © TSV Gremersdorf/hfr
Anzeige

Bürgermeister Henning Pries lobt die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern vom TSV Gremersdorf und der Gemeinde. Für die Rückendeckung übergab er symbolisch ein acht Meter langes Werbebanner, das hinter dem Heimtor angebracht wurde.

Dieser Artikel ist Teil der Amateurfußball-Initiative #GABFAF. Weitere Infos auf gabfaf.de.

"Eine Gemeinde, ein Verein. Gremersdorf steht hinter dem Verein" - in Gremersdorf an der Ostsee ist das nicht nur ein Spruch, sondern es wird wirklich so gelebt. Bürgermeister Henning Pries spielte selbst jahrelang für die Herren vom TSV, ist Mitglied und engagiert sich bis heute für die Belange des Vereins. Für ihn ist es selbstverständlich, dass man sich gegenseitig unterstützt und die Gemeinde jede mögliche Hilfe anbietet.

Anzeige

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des TSV Gremersdorf hat die Gemeinde beschlossen eine neue Bande zu spenden. "Wir wissen den Einsatz der Mitglieder, insbesondere von der Herrenmannschaft, das Sportgelände zu pflegen sehr zu schätzen. Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Herzblut alle dabei sind", sagt Pries gegenüber dem LN-Sportbuzzer. Damit meint er unter anderem den akutellen Einsatz, die neue 60 Meter lange Werbebande auf dem Sportplatz zu installieren. An mehreren Arbeitstagen am Wochenende und in der Woche haben die Herren die Bande, Umzäunugen und Ballfangnetze errichtet und erneuert. "Es ist ein Geben und Nehmen zwischen Verein und Gemeinde. Beide Seiten investieren viel für den Erhalt und die Modernisierung der Sportanlage", führt der Bürgermeister fort.

Mehr von #GABFAF

Symbolisch für die Unterstützung, insbesondere während der Coronapandemie, in der auch der TSV Einbußen hatte, wurde eine acht Meter lange Band von der Gemeinde hinter dem Heimtor errichtet. "Wir stehen hinter dem Verein, nicht nur mit dieser Bande, sondern natürlich auch weiterhin darüber hinaus. Wie alle anderen Werbepartner werden wir jedes Jahr neben den anderen Unterstützungszahlungen die Werbebandenmiete zahlen. Uns ist bewusst, dass aufgrund der Coronapandemie beispielsweise die Einnahmen vom Sportlerball fehlen, die einen erheblichen Anteil an den Gesamteinnahmen haben und die Ausgaben trotzdem vorhanden sind und Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sind", erklärt Henning Pries, der einst selbst im Vorstand tätig war.

Beim TSV redet man oft von einer großen Familie, die mittlerweile 350 Mitglieder hat. Jeder, der einmal im Gremersdorf gespielt hat, wird dies bestätigen. Nicht nur auf dem Feld steht man zusammen, sondern auch außerhalb des Platzes. So werden seit einigen Jahren Dauerkarten für die Heimspiele verkauft und es gehört für viele Einwohner der Gemeinde zum festen Ritual am Wochenende Fußball zu gucken. Besondere Beliebtheit bei Jung und Alt hat auch das mit sehr viel Leidenschaft und Herz durch Julia und Malte Petersen geführte Vereinheim.

TSV meldet eine dritte Mannschaft

Der gute Ruf des Vereins und der Gemeinde hat sich längst über die Dorfgrenzen hinaus verbreitet, sodass der Zuspruch über Jahre immer größer geworden ist. Für die nächste Spielzeit wurde sogar eine dritten Herrenmannschaft für den Spielbetrieb gemeldet. Auch der sportliche Höhepunkt 2019 mit dem Aufstieg in die Verbandsliga weckt das Interesse vieler Spieler und Zuschauer. Neben der Fußballsparte, die von allen Jugendmannschaft bis hin zur Altherren besetzt ist und jahrelang eine erfolgreiche Damenmannschaft hatte, bietet der Verein Zumba, Bodyworkout und Tischtennis an.