28. Januar 2022 / 09:09 Uhr

Mit Hansen und Edvardsson: So schauen die Recken aufs Halbfinale der EM

Mit Hansen und Edvardsson: So schauen die Recken aufs Halbfinale der EM

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jonathan Edvardsson kann frühestens im Finale auf Teamkollege Johan Hansen (eingeklinkt, rechts) treffen.
Jonathan Edvardsson kann frühestens im Finale auf Teamkollege Johan Hansen (eingeklinkt, rechts) treffen. © IMAGO/Bildbyran/Gonzales Photo
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Mit Johan Hansen und Jonathan Edvardsson sind noch zwei Recken bei der EM im Rennen, Dänemark und Schweden können allerdings erst im Finale aufeinandertreffen. Coach Prokop ist gespannt, Co-Trainer Felixson noch etwas verstimmt...

Die beiden verbliebenen Recken werden sich frühestens im Finale der Handball-EM begegnen können. Johan Hansen gab mit Dänemark am Mittwoch noch den Sieg gegen Frankreich aus der Hand und bekommt es am Freitag (18 Uhr) im Halbfinale mit Titelverteidiger Spanien zu tun. Schweden mit Hannovers Spielmacher Jonathan Edvardsson trifft um 20.30 Uhr auf Frankreich. „Wir freuen uns alle mit Johan, vor allem, weil er seine Verletzung so schnell überwunden hat und schon wieder zwei Spiele machen konnte“, sagt Christian Prokop, Chefcoach der TSV Hannover-Burgdorf.

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Zwei Tore steuerte Hansen gegen Frankreich bei, das Prokop in der Abwehr „50 Minuten lang erschreckend“ fand. Hannovers Rechtsaußen wechselte sich mit Lasse Svan von der SG Flensburg-Handewitt ab. „Er hat noch einiges liegen lassen, aber das ist nach der Pause normal“, so Prokop. Hansen hatte sich zu Beginn des Turniers an der Wade verletzt.

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In Hannover drückten sie die Daumen für Hansen und Edvardsson. Der isländische Recken-Co-Trainer Heidmar Felixson war allerdings auch bedient vom Auftritt der Dänen beim 29:30 gegen Frankreich: „Was sie da am Ende gespielt haben, war ziemlich arrogant und schlimm. Es ist sehr ärgerlich.“ Nur ein dänischer Erfolg hätte seinem Heimatland für das Halbfinale gereicht.

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Jetzt bleibt den Isländern das Spiel um Platz fünf gegen Norwegen. „Jede Mannschaft hat aber natürlich das Recht, Spieler zu schonen“, schränkt Felixson ein. So waren Dänemarks Starspieler Mikkel Hansen, Magnus Saugstrup und Mathias Gidsel nicht im Kader gegen Frankreich, da das Halbfinale schon erreicht war.

Hansen muss sich auf Sprüche gefasst machen

„So kann das eben gehen. Bei der EM 2020 flogen ja die Dänen raus, weil wir gegen Ungarn verloren“, sagt Felixson und kündigt an: „Für Johans Rückkehr werde ich mir etwas überlegen. Ein paar Sprüche muss er sich auf jeden Fall anhören.“

Prokop war jedenfalls begeistert von den Auftritten der Isländer. Der Recken-Trainer wird sich nach zwei Trainingseinheiten alle drei EM-Partien anschauen. „Ein Halbfinale hätte auch Norwegen gegen Island heißen können“, meint der frühere Bundestrainer. Er sieht die Franzosen ganz leicht favorisiert gegen Schweden – in einem Duell zweier Teams, die beide schon fast ausgeschieden waren. „Ich erwarte hier das engere Halbfinale und wünsche Jonathan, dass er Jim Gottfridsson mal einige Minuten würdig entlasten kann.“

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Gegen Norwegen (24:23) hatte Edvardsson nur auf der Bank gesessen. Er und seine Kollegen entspannten sich am Donnerstag ein wenig. „Ich freue mich sehr auf Frankreich. Wer Favorit ist, kann man nicht sagen. In dieser speziellen Situation hier fallen dauernd Spieler aus und werden ausgetauscht“, sagt Edvardsson. Für Prokop sollte es Dänemark ins Endspiel schaffen, wenngleich „Spaniens Trainer Jordi Ribera den Umbruch nach Olympia geräuschlos und sehr gut geschafft hat“.