19. Dezember 2018 / 12:13 Uhr

TSV Plön: „Die Jungs dachten, sie könnten fliegen“

TSV Plön: „Die Jungs dachten, sie könnten fliegen“

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Sören Balk (blau, Mitte, hier gestört von Kronshagens Simon Pals) ist für Plön-Coach Danilo Blank ein Kapitän der Sonderklasse.
Sören Balk (blau, Mitte, hier gestört von Kronshagens Simon Pals) ist für Plön-Coach Danilo Blank "ein Kapitän der Sonderklasse". © Sönke Ehlers
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Nach fünf Siegen war TSV Plön Tabellenführer – Viele Verletzungen und lange Durststrecke folgten

Den Vizemeistertitel wird der TSV Plön in der Fußball-Verbandsliga Ost wohl kaum verteidigen können. 13 Punkte Rückstand dürften nur schwer aufzuholen sein. Und dennoch sind die Plöner mit ihrer Zwischenbilanz zufrieden. Die Kreisstädter belegen den vierten Platz, haben in 18 Spielen 33 Punkte eingefahren und sind im Augenblick der führende Fußball-Klub im Kreis Plön.

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„Es war uns bewusst, dass an SVE Comet und Kronshagen nicht ranzukommen ist. Die sind einfach zu stark, und wir haben wichtige Spieler verloren. Aber wir wollten unbedingt das beste Team aus dem Kreis Plön sein. Da sind wir doch auf Kurs“, erklärt Plöns Trainer Danilo Blank. Auch ohne den Schlüsselspieler Chris Schimming, der im Sommer zum Oberligisten Inter Türkspor Kiel wechselte, kam Plön glänzend aus den Startblöcken. Nach fünf Siegen in Folge war Plön Spitze. „Die Jungs dachten, sie könnten fliegen. Dem war aber nicht so“, schildert Blank, dessen Team ab September eine lange Durststrecke durchlief. Ohne Torjäger Jens Henningsen, der sich für ein halbes Jahr zum Auslandsstudium abmeldete, lief nicht mehr viel.

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Negative Auswirkungen hatten auch die langwierigen Verletzungen. Zeitweilig mussten gar die Torhüter Björn Alberts und Nils Fischer als Feldspieler aushelfen. „Ich habe oft am Donnerstag nicht gewusst, ob genügend Spieler zur Verfügung stehen“, schildert Blank, der die Durstrecke aber nicht allein am Verletzungspech festmachen möchte: „Die Niederlage gegen Fehmarn war absolut unnötig. Aber alle anderen Ergebnisse gingen in Ordnung. Da müssen wir uns mal fragen, woran das wirklich gelegen hat. Danach aber hat die Mannschaft eine tolle Mentalität bewiesen. Die Jungs haben in schlechten Zeiten zusammen gehalten und sind überragend zurückgekommen. Es macht Spaß, diese Mannschaft zu trainieren“, gibt Danilo Blank einen Einblick, wie nah Freud und Leid im Fußball beisammen liegen.

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Auch der VfR Neumünster kam nach schlechtem Saisonstart allmählich ins Rollen: Hier jubelt Issam Khemiri nach dem 2:0 gegen Inter Türkspor Kiel. Zur Galerie
Auch der VfR Neumünster kam nach schlechtem Saisonstart allmählich ins Rollen: Hier jubelt Issam Khemiri nach dem 2:0 gegen Inter Türkspor Kiel. ©

Viel Freude hat dem Trainer auch Neuzugang Thore Schöning gemacht, der vom Kreisligisten SC Kaköhl kam und blendend einschlug. Sein Tor bescherte dem TSV Plön Anfang Dezember nicht nur den 1:0-Sieg im Finale der Futsal-Kreismeisterschaften gegen die Probsteier SG, sondern auch den dritten Titelgewinn in Folge. In der taktisch gut ausgebildeten Mannschaft ist allerdings der „Sechser“ Sören Balk der Fixpunkt. „Sören gibt für die Mannschaft alles. Er ist ein Kapitän der Sonderklasse“, schwärmt der Coach, der zum Abschluss der Saison gern auf dem dritten Platz stehen und im Mai das Kreispokalfinale auf dem Feld gegen ASV Dersau gewinnen möchte.