21. Januar 2019 / 15:21 Uhr

Turbine Potsdam III sichert sich Futsal-Landesmeisterschaft

Turbine Potsdam III sichert sich Futsal-Landesmeisterschaft

Lennart Wunderlich
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Spielerinnen von Turbine Potsdam III jubeln über ihren Sieg bei der Futsal-Landesmeisterschaft.
Die Spielerinnen von Turbine Potsdam III jubeln über ihren Sieg bei der Futsal-Landesmeisterschaft. © Verein
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Hallenfußball: Im Finale setzten sich die Spielerinnen vom 1. FFC Turbine Potsdam III erst im Sechs-Meter-Schießen gegen den FSV Babelsberg 74 durch.

Die Potsdamer Teams haben bei der Futsal-Landesmeisterschaft in Blankenfelde-Mahlow stark aufgespielt. Allen voran: Turniersieger 1. FFC Turbine Potsdam III. Der Frauen-Landesligist setzte sich im Endspiel gegen die Vertretung des FSV Babelsberg 74 mit 5:4 (1:1) nach Sechs-Meter-Schießen durch. "Bei uns war richtig Feuer drin. Spielerisch waren wir zudem die beste Mannschaft des Turniers", freute sich Turbine-Coach Gordon Engelmann gegenüber dem SPORTBUZZER. Auch der dritte Rang wurde von einem Team aus der Landeshauptstadt belegt. Im Spiel um Platz 3 setzte sich Babelsberg 03 mit 1:0 gegen den Storkower SC durch.

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Damit hat sich die dritte Auswahl des Frauen-Bundesligisten für die NOFV-Meisterschaft am 24. Februar (ab 10.30 Uhr) in Sandersdorf qualifiziert. "Wenn wir dort mit dem gleichen Kader wie in Blankenfelde antreten, können wir etwas reißen. Wir sind sehr gut eingespielt", schätzt der Trainer ein. Zu dem Kader gehörte am Sonntag auch Meline Andermann, die mit zwei Toren beste Torschützin der Potsdamerinnen war und auch darüber hinaus überzeugen konnte. Enttäuschend fand Engelmann hingegen, dass vom Fußball-Landesverband Brandenburg keine weiteren Einzelauszeichnungen vorgenommen wurden. Auch die Pokale hatte der Gastgeber BSC Preußen 07 selber gestellt. "Das war schon relativ schmal organisiert."

Turbine Potsdam III als Gruppenzweiter weiter

Für Turniersieger Turbine Potsdam III begann der Wettbewerb zunächst holprig. "Wir haben uns vorgenommen, das Turnier zu gewinnen. Das 1:1 im ersten Spiel gegen die SG Sieversdorf war dann aber gleich ein kleiner Dämpfer", verriet Engelmann. Erst mit der Schlusssirene kamen die Frauen aus dem Fußballkreis Prignitz durch ein Eigentor der Potsdamerinnen zum Ausgleich. Diesen hätten sie sich jedoch verdient, wie Engelmann anerkennend feststellte.

Das anschließende 0:0 gegen den FSV Forst Borgsdorf machte einen Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Landesliga-Spitzenreiter Babelsberg 74 zur Pflichtaufgabe. "Das war eine knappe Angelegenheit, aber ich denke, wir waren die bessere Mannschaft." Schließlich setzten sich die Engelmann-Schützlinge mit 1:0 durch und erreichten als Gruppenzweiter hinter dem Lokalrivalen das Halbfinale.

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In diesem stand das Kräftemessen mit dem dritten Potsdamer Team im Turnier, dem SV Babelsberg 03, an. Nach der regulären Spielzeit fand das torlose Derby erst im Sechs-Meter-Schießen die Entscheidung zugunsten der Turbinen (2:1). Auch im zweiten Duell mit Babelsberg 74 im Finale stand mit dem Erklingen der Schlusssirene kein Sieger fest. Nach der Babelsberger Führung hatte die Landesliga-Vertretung Turbine Potsdams vom Punkt ausgeglichen. Im Sechs-Meter-Schießen sicherte Torhüterin Nora Mendel den Sieg für die Mannschaft von Gordon Engelmann.

Leistung in der Liga zufriedenstellend

Die Torfrau stieß erst während der laufenden Spielzeit zu den Potsdamerinnen, fügte sich aber schnell ins Team ein. "Sie ist auch menschlich ein sehr wertvolles Mitglied unserer Mannschaft. Wenn man sie im Tor hat, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Nora ist eine Granate auf der Linie", lobt Engelmann. Mendel bewahrte ihre Mannschaft zudem vor einem Dilemma. "Die ersten Spiele der Saison mussten wir ohne richtige Torhüterin absolvieren, da uns unsere Keeperin Kristin Buske wegen ihres Studiums verlassen hatte."


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<b>Fatmire Lira Alushi:</b> Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi: Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. ©

Auch wegen der zwei Kreuzbandrisse der Stammspielerinnen Charlotte Wicht und Freya Uhrlau sei der siebte Platz in der Liga zur Winterpause zufriedenstellend. Vor der Aufspaltung der Landesliga in zwei Gruppen (1. bis 7. und 8. bis 14.) möchte Engelmann mit seiner Auswahl unbedingt noch die Meistergruppe erreichen und dort "noch den einen oder anderen schlagen".