01. Juni 2018 / 16:32 Uhr

Turbine Potsdam: Neuer Trainer will mit B-Juniorinnen ins Endspiel

Turbine Potsdam: Neuer Trainer will mit B-Juniorinnen ins Endspiel

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Verlässt die Potsdamer Kickers und wechselt zum ESV Lok Potsdam: Michael Schubert.
Michael Schubert trainiert seit Saisonbeginn die Turbine-Juniorinnen. © Benjamin Feller
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Michael Schubert hatte den Bundesliga-Nachwuchs von Turbine Potsdam erst im vorigen Sommer übernommen, die Erfolgsgeschichte aber fortgeschrieben.

Die Fußstapfen, in die Michael Schubert zum Beginn dieser Saison treten musste, waren riesig. Sven Weigang (53) hatte die Fußball-B-Juniorinnen des 1. FFC Turbine Potsdam acht Jahre lang betreut und mit ihnen fünf Deutsche Meistertitel geholt, bevor er den Staffelstab vor knapp einem Jahr an den 28-Jährigen übergab.

Nahtlos knüpfte Schubert mit dem Nachwuchsteam an die Erfolge seines Vorgängers an: Turbine belegte in der Nord/Nordost-Staffel der Bundesliga hinter dem VfL Wolfsburg Rang zwei und kämpft nun am Sonntag (11 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) nach einem 2:2 im Hinspiel gegen den 1. FC Köln um den erneuten Einzug ins Meisterschaftsfinale.

Schubert war selbst Sportschüler

Druck habe er in seinem ersten Jahr als Chefcoach der Turbine-Talente eigentlich nie verspürt, betont Michael Schubert. „Ich wusste, wenn man ordentlich arbeitet, dann kommt der Erfolg von ganz allein“, sagt er.

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Das hat der Lehrer, der selbst die Sportschule in Frankfurt/Oder besuchte, mit der Mannschaft getan. In Potsdam, wo er nach dem Referendariat an der Sportschule übernommen wurde, arbeitet er mit fast allen Mädchen vor- und nachmittags zusammen. „Die Bedingungen sind optimal.“ Deshalb sei das erneute Erreichen der Meisterschaftsrunde auch als Saisonziel ausgegeben worden. „Alles was darüber hinausgeht, würde die Saison für uns vergolden“, sagt der Trainer, der einst für Victoria Seelow in der Brandenburgliga kickte und die Schuhe aktuell noch für den Landesklassen-Vertreter Lok Potsdam schnürt. „Das ist mein Ausgleich, auch wenn es zeitlich nicht immer passt.“

Spielverlauf gibt Selbstvertrauen

Trainererfahrung im Frauen- und Mädchenfußball sammelte Michael Schubert von 2014 bis 2017 bereits als Assistent von Thomas Kandler bei Turbines Zweitliga-Team. Im Premierenjahr als Chef der B-Juniorinnen könnte nun gleich der Finaleinzug gelingen. „Das 2:2 in Köln ist eine gute Ausgangsposition“, glaubt Schubert. Vor allem der Spielverlauf gibt Selbstvertrauen. Nach einem 0:2-Rückstand kamen die Potsdamerinnen durch zwei Treffer von U17-Vize-Europameisterin Sophie Weidauer (16) zurück.

Von (A)lushi bis (Z)ietz: Alle deutschen Nationalspielerinnen von Turbine Potsdam

<b>Fatmire Lira Alushi:</b> Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi: Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. ©

Das blieb auch Matthias Rudolph, Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft, nicht verborgen, bei dem das Sturmtalent schon im Blickfeld steht: „Ich kenne die Situation, wenn man als Neuling die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen soll. Deshalb freut es mich für Michael Schubert und seine Mannschaft.“