25. Oktober 2021 / 19:14 Uhr

U19-Regionalliga: VfB Lübeck und SV Eichede trennen sich 4:4

U19-Regionalliga: VfB Lübeck und SV Eichede trennen sich 4:4

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Oskar von Esebeck traf gegen den SV Eichede gleich dreifach. Für einen Heimsieg reichte es trotzdem nicht.
Oskar von Esebeck traf gegen den SV Eichede gleich dreifach. Für einen Heimsieg reichte es trotzdem nicht. © Agentur 54°
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Zum Jahresabschluss meldet sich die A-Jugend des VfB mit einem unterhaltsamen 4:4 gegen den Tabellenzweiten aus Eichede zurück. Die U17 ist nach einer ganz bitteren Heimpleite gegen den Eimsbütteler TV nun Vorletzter. Spitzenreiter FC St. Pauli war unterm Strich doch noch eine Nummer zu groß für die U15.

U19-Regionalliga: VfB Lübeck - SV Eichede 4:4

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Das siebte Saisonspiel in der Regionalliga Nord war bereits das letzte in diesem Fußballjahr. Zwar ist die A-Jugend des VfB Lübeck mit nur vier Punkten nach wie vor Schlusslicht, jedoch beträgt der Abstand zum rettenden Ufer auch nur drei Zähler. Man hat also immer noch alles in der eigenen Hand und das 4:4 gegen den Tabellenzweiten SV Eichede kann durchaus als Achtungserfolg bezeichnet werden. Den besseren Start erwischte der VfB: Nachdem sich Yasin Varol auf dem rechten Flügel durchtanken konnte, staubte Kapitän Oskar von Esebeck nach sechs Minuten zum 1:0 ab. Eichede tat sich in der Folge schwer, kam aber durch Leon Nagorny zurück ins Spiel. 15 Meter vor dem Tor traf der Linksaußen per Dropkick ins rechte Eck. Nach Foul von Lars Vollrath im Strafraum verwandelte Berk Akcicek einen Strafstoß (27.) zur erneuten Lübecker Führung. Die Rot-Weißen meldeten sich aber erneut zurück. Stürmer Kjell Knaak lief nach einem Steilpass frei aufs Tor zu und vollendete nervenstark rechts unten.

Im zweiten Abschnitt nahm der SVE das Zepter in die Hand und lag durch das 3:2 von Luis Fichtner aus kurzer Distanz erstmals in Front. Hier sollten jedoch noch einige Treffer fallen. Mit einem Doppelschlag brachte von Esebeck (56./75.) seine Farben erneut auf die Siegerstraße und erneut war das Spiel gedreht. Henrik Arnold, der gerade nach Muskelfaserriss zurückkam, zog sich wahrscheinlich erneut die selbe Verletzung zu. Auch VfB-Kapitän Karim Kalota musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nach einem Ellenbogencheck konnte er anfangs auf einem Auge fast nichts mehr sehen. Das letzte Wort in diesem Aufeinandertreffen hatten aber wieder die Eicheder: Justin Krüger kam im Strafraum aus halbrechter Position an den Ball und traf präzise ins lange Eck (78.). Im Anschluss spielte Eichede klar auf Sieg. Die größte Chance hatte Krüger, der nach brillantem Zuspiel von Knaak das Tor knapp verfehlte.

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VfB Lübeck mit "toller Mentalität als Mannschaft"

Marc Fischer (VfB): "Leider kein Sieg in einem extrem spannenden Spiel zweier gleichwertiger Teams. Wir werden in der zweiten Halbzeit durch Verletzungen dazu gezwungen, die Viererkette mehrfach umzustellen und waren dadurch dann anfällig. Vorne waren wir immer gefährlich, besonders von Esebeck war hier ein entscheidender Mann. Bei drei Führungen ärgern wir uns natürlich nicht die drei Punkte eingefahren zu haben, können am Ende aber auch glücklich sein, den drückenden Gästen Paroli geboten zu haben und so die Niederlagenserie gestoppt zu haben. Insgesamt hat die Mannschaft eine tolle Mentalität als Mannschaft gezeigt und es ist schade, dass die wir diesen Aufwärtstrend erst im neuen Jahr fortsetzen können. Wir haben aber klar gezeigt, dass mit uns weiter zu rechnen ist."

Thomas Runge (SVE): "Am Ende waren das zwei verlorene Punkte. Wir hätten das Spiel entscheiden müssen und dürfen hier keine vier Gegentore kriegen. Lübeck war der erwartet starke Gegner. Wenn wir hier vier Tore kriegen, kann es nicht unser Anspruch sein, zu gewinnen."

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Bittere Niederlage der U17 gegen Eimsbütteler TV

U17-Regionalliga: VfB Lübeck - Eimsbütteler TV 3:4

Nachdem die U17 des VfB ihr letztes Pflichtspiel am 02. Oktober bestritt, als man gegen dem SV Nettelnburg-Allermöhe klar mit 4:0 gewinnen konnte, setzte es gegen den Dritten aus Eimsbüttel eine hauchdünne Heimniederlage. Ein großer Anteil an diesem Resultat ist der Tatsache geschuldet, dass man bereits nach 18 Minuten mit 0:2 ins Hintertreffen geraten war. Malik Schorsch (14.) und Jonas Hinz (18.) brachten die Hamburger früh in Richtung Auswärtserfolg. Auf den Anschlusstreffer von Nguafac Anou in der 28. Minute antworte Arlind Sadiku noch vor der Pause (37.). Direkt nach Wiederanpfiff verschoss Ilir Serifi einen Strafstoß, verkürzte wenige Sequenzen später aber doch auf 2:3 (46.). Die Vorentscheidung zugunsten des ETV war das vierte Tor, das dem frisch eingewechselten Stefano Selbach (71.) gelang. Zwar kam Lübeck mit dem 3:4 von Ilir Serifi (78.) nochmal nah ran, aber am Ende stand man dann doch mit leeren Händen da. Da der HSV II dreifach gepunktet hat, rutscht man mit sechs Zählern auf den vorletzten Rang ab. Mit dem FC St. Pauli II wartet am Samstag um 15.00 Uhr der nächste spannende Gegner aus dem Mittelfeld des Tableaus.

"In der Kabine hatten wir alle das Gefühl, das Spiel noch umbiegen zu können"

Paulo Fernandes (VfB): "Es tut immer noch weh, dass wir 3:4 verloren haben. Wir waren gut vorbereitet und haben den Gegner studiert. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, sie hat alles in die Waagschale geworfen. Es hat leider am Ende nicht gereicht. Es geht darum, dass wir uns weiterentwickeln. Wir kommen die ersten 20 Minuten nicht gut ins Spiel, der ETV hat richtig Gas gegeben und Druck gemacht. Die zweiten Bälle haben wir nicht gewinnen können. Die vier Gegentreffer fallen zu leicht, da müssen wir uns besser wehren. Nach fünf Minuten Schockstarre haben wir uns gut erholt, nach vorne gut gespielt und durch einen guten Standard den Anschlusstreffer gemacht. Bis kurz vor der Halbzeit hatten beide Mannschaften weitere Möglichkeiten, Tore zu schießen. Es war ein spannendes Spiel mit ordentlich Tempo. In der Kabine hatten wir alle das Gefühl, das Spiel noch umbiegen zu können. Dementsprechend sind wir rausgegangen. In der zweiten Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft und haben das Spiel dominiert. Der Gegner war nach Kontersituationen gefährlich, wo unsere Innenverteidiger die Umschaltsituationen gut gestoppt haben. Wir werfen dann alles nach vorne und werden ausgekontert. Die Jungs haben bravourös dagegengehalten. In den letzten fünf Minuten haben wir die Brechstange rausgeholt, aber hatten leider kein Glück mehr. Es ist eine schmerzhafte Niederlage.“

FC St. Pauli entscheidet das Spiel Mitte per Doppelschlag in der zweiten Halbzeit

U15-Regionalliga: FC St. Pauli - VfB Lübeck 3:0

Das Spitzenspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer vom Millerntor ging mit 0:3 verloren. Auf die Mannschaft von Oliver Stutzky wartete am Samstag ein dicker Brocken. Nach einer torlosen ersten Halbzeit und mehreren Wechseln auf beiden Seiten in der zweiten Hälfte gingen die Gastgeber in der 54. Minute in Führung, die sie mit zwei weiteren Treffern in der 58. und 59. Minute zügig ausbauten.

Kaum Torraumszenen gegen starke Abwehrreihe der St. Paulianer

Oliver Stutzky (VfB): "In der ersten Halbzeit haben wir das gut gemacht und waren vor allem defensiv gefordert. Der Gegner hatte dann doch mehr Ballbesitz als wir, wobei wir auch immer wieder gute Phasen hatten. Da haben wir uns gut hinten rausgespielt und den Ball ruhig spielen lassen. Defensiv haben wir gut gestanden und dem Gegner nur eine Torchance durch einen eigenen Ballverlust ermöglicht. Ansonsten haben wir das sehr kompakt und robust verteidigt. In der zweiten Halbzeit hat der Gegner dann deutlich mehr Druck mit Ball gemacht, sodass es in den ersten 15 bis 20 Minuten einige Torchancen gegeben hat und im Endeffekt auch ein Gegentor. Direkt danach haben wir dann das zweite und dritte bekommen, wodurch das Spiel quasi entschieden war. Offensiv haben wir leider nicht genug erzeugen können, um wirklich gefährlich zu werden und Tore machen zu können. Deswegen haben wir leider auch verdient verloren, vielleicht aber etwas zu hoch."