07. Oktober 2019 / 13:00 Uhr

Unentschieden in letzter Minute: Kevin Rathjen lässt Osterrönfelder TSV jubeln

Unentschieden in letzter Minute: Kevin Rathjen lässt Osterrönfelder TSV jubeln

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Unentschieden wie das Endergebnis: Auch dieser Zweikampf zwischen dem Osterrönfelder Felix Peter Struck (li.) und dem Altenholzer Carl Leip hatte keinen wirklichen Sieger.
Unentschieden wie das Endergebnis: Auch dieser Zweikampf zwischen dem Osterrönfelder Felix Peter Struck (li.) und dem Altenholzer Carl Leip hatte keinen wirklichen Sieger. © Koberg/Bobzin
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Der Osterrönfelder TSV fängt sich – wenn auch nur ganz langsam. Gegen den Tabellenzweiten TSV Altenholz erkämpfte sich der OTSV am 11. Spieltag der Fußball-Landesliga Schleswig ein 1:1. Noch besser lief es für den TuS Jevenstedt, der nach dem 4:1-Sieg beim FC Reher/Puls die Abstiegsränge verlässt. Weiter mit unten reingerutscht ist der Gettorfer SC nach der 1:4-Pleite beim TSV Nordmark-Satrup. Während der TSV Kronshagen die Tabellenführung weiter festigt, freute sich die SpVg Eidertal Molfsee nach sechs Spielen ohne Dreier wieder über einen Sieg.

Osterrönfelder TSV — TSV Altenholz 1:1

Während sich die einen über einen Punktgewinn freuen, trauern die anderen zwei verloren Zählern nach. Kevin Rathjen sicherte dem OTSV in der Nachspielzeit einen Punkt. „Wir sind mit dem Unentschieden und dem Zähler auf jeden Fall sehr zufrieden und freuen uns, dass wir uns auch mal spät für den Aufwand, den die Jungs betreiben, belohnen konnten“, sagte ein glücklicher Tim Fuhrmann, Co-Trainer des OTSV. Sein Gegenüber sah es natürlich ganz anders. „Es ist äußerst bitter, in der Nachspielzeit den Ausgleich zu kassieren. Es tut mir leid für mein Team, das sehr viel investiert hat. Wir sind aber noch nicht so weit, eine knappe Führung auch mal clever runterzuspielen“, musste sich TSVA-Trainer Liridon Imeri eingestehen. In der Offensive konnte Altenholz regelmäßig Nadelstiche setzen, in der Defensive ließ man nur wenig zu. Den Bann durchbrach Lasse Jensen (60.), als er er einen Schuss aus gut 20 Meter in den Winkel setzte und Altenholz in Führung brachte. Dann wurde es wild: Rudelbildung. Aktionen von Brian Otto (60.) und Florian Voigt (62.) bewertete Schiedsrichter Schmeling jeweils als Tätlichkeit und schickte beide Akteure mit Rot vom Platz. „Im Anschluss müssen wir uns vorwerfen lassen, dass wir das Spiel nicht mit einem weiteren Tor entschieden haben“, resümierte Imeri.

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Klickt euch durch die Bilder zur Landesliga-Partie des TSV Altenholz beim Osterrönfelder TSV:

Dennis Schnepel (li.) kann TSVA-Torjäger Pierre Didier Webessie (re.) den Weg zum Ball versperren. Zur Galerie
Dennis Schnepel (li.) kann TSVA-Torjäger Pierre Didier Webessie (re.) den Weg zum Ball versperren. ©

TSV Rantrum – TSV Kronshagen 0:5

Die Kronshagener fanden zwar schwer ins Spiel, hatten nach ihrem Führungstor durch Lennart Kock (15.) den Gegner aber zunehmend besser unter Kontrolle. Niklas Zöchling erhöhte auf 2:0 (23.), ehe sich die Gastgeber selbst schwächten. Torwart Lev Meesenburg erhielt nach einem groben Foulspiel die Rote Karte (35.) und mit dem dritten Tor (Malte Andres/38.) war die Vorentscheidung für die Kronshagener gefallen. Andres (54.) sowie Thorge Jeß (80.) schraubten den Vorsprung auf 5:0, womit der Kronshagener Co-Trainer Florian Gütschow, der den urlaubenden Coach Nadeem Hussain vertrat, verständlicherweise zufrieden war: „In der kampfbetonten Partie kam das Fußballerische zu kurz, Feinkost wurde nicht geboten. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Führung verwaltet und hätten sogar noch mehr Tore erzielen können.“

(Reinhard Gusner)

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FC Reher/Puls — TuS Jevenstedt 1:4

Glückliche Gesichter beim TuS. Gegen den FC Reher/Puls waren die Jevenstedter über 90 Minuten das bessere Team. „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss gespielt. Das war wirklich eine Top-Leistung“, betonte Andre Paulsen, Co-Trainer der Gäste. Tatsächlich kam der TuS sehr gut ins Spiel. Sebastian Hehnke (12.) legte mit seinem ersten Treffer vor und im Anschluss mit seinem zweiten (21.) direkt nach. Robin Grell (37.) sorgte noch vor der Pause für die Vorentscheidung. In der zweiten Hälfte schaltete Jevenstedt einen Gang zurück, ließ den Gegner allerdings nur nach Standardsituationen gefährlich werden und kassierte den Anschlusstreffer (59.). Doch Henning Knuth (83.) stellte den alten Abstand nach einem blitzsauberen Konter wieder her.

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MTSV Hohenwestedt – SpVg Eidertal Molfsee 0:1

Zentnerlasten fielen von Eidertals Coach Jörg Ahrens ab, als die Negativserie von sechs sieglosen Spielen beendet war. „Das hat meine Mannschaft toll gemacht“, geriet er ins Schwärmen, „Wir haben defensiv super kompakt tief gestanden mit unserer bärenstarken Viererkette und endlich einmal konsequent über die ganze Zeit unser Spiel durchgezogen.“ Das führte dazu, dass die Gastgeber zwar Torschüsse abfeuerten, die allerdings von den Eidertalern abgeblockt wurden. „Ich hatte den MTSV gefährlicher erwartet. Wir hatten die klareren Chancen und hätten noch nachlegen können“, bilanzierte Ahrens. In seinem erst dritten Einsatz über die komplette Spielzeit schnappte sich Jakob Urbat im Strafraum den Ball und setzte ihn ins lange Eck zum Siegtor (72.).

(Reinhard Gusner)

Die besten Torjäger in Schleswig-Holstein aus der Saison 2019/2020 (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 9. März 2020

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34 Tore ©

TSV Nordmark Satrup – Gettorfer SC 4:1

Ein gebrauchter Tag für den GSC. „Wir haben einfach katastrophal verteidigt“, erklärte ein verärgerter GSC-Coach Christian Schössler. Bereits nach 45 Minuten lag seine Mannschaft mit 0:4 in Rückstand. Doch die Rot-Weißen machten eigentlich das Spiel. Sie liefen den Gegner früh an, doch schalteten bei Ballverlusten nur mangelhaft um. „In der Defensivarbeit hat uns die nötige Einstellung gefehlt“, monierte der Gettorfer Trainer. Zahlreiche Torchancen blieben ungenutzt. So konnte der GSC im zweiten Durchgang lediglich den Anschluss zum 1:4 durch Yannick Wolf (58.), der später nach einer sehr harten Schiedsrichterentscheidung Rot (73.) sah, erzielen.