13. November 2022 / 19:20 Uhr

Union Berlin komplett von der Rolle: SC Freiburg schießt Fischer-Team ab und überwintert als Zweiter

Union Berlin komplett von der Rolle: SC Freiburg schießt Fischer-Team ab und überwintert als Zweiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union Berlin kassierte gegen den SC Freiburg eine deftige Pleite.
Union Berlin kassierte gegen den SC Freiburg eine deftige Pleite. © IMAGO/Eibner (Montage)
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Union Berlin zeigt sich im letzten Spiel vor der WM-Pause in Freiburg komplett außer Form. Der einstige Tabellenführer hat sich von den Breisgauern am Sonntagabend abschießen lassen und überwintert in der Liga nur als Fünfter. Der SC Freiburg ist durch den Sieg nun erster Bayern-Jäger.

Der erste Bayern-Jäger in der Bundesliga stammt aus dem Breisgau: Der SC Freiburg hat Union Berlin im letzten Ligaspiel vor der Weltmeisterschaft in Katar am Sonntagabend nicht den Hauch einer Chance gelassen und die Köpenicker im eigenen Stadion mit 4:1 (4:0) abgeschossen. Vor allem in Halbzeit eins waren die Berliner komplett von der Rolle und mussten Gegentreffer von Vincenzo Grifo (4. Elfmeter, 6. und 20. Minute, Elfmeter), dem ein lupenreiner Hattrick gelang, und Michael Gregoritsch (45.+1) einstecken. Zu allem Überfluss sah auch noch Diogo Leite (19.) wegen einer Notbremse die Rote Karte. Immerhin betrieb Union mit dem Elfmeter-Tor von Sven Michel (85.) etwas Ergebniskosmetik.

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Union dürfte froh sein, dass die WM-Pause ansteht. Die Formkurve beim Team von Trainer Urs Fischer, das lange Zeit die Bundesliga-Tabelle anführte, zeigt klar nach unten. In der vergangenen Woche verloren die Berliner mit 0:5 bei Krisen-Klub Bayer Leverkusen und verloren dadurch die Spitzenposition in der Liga an den FC Bayern, es folgte ein schmeichelhaftes Heim-Remis gegen den FC Augsburg – die nächste deftige Klatsche in Freiburg sorgt nun dafür, dass die Fischer-Elf als Fünfter überwintert. Die vor dem Spieltag punktgleichen Freiburger sind durch den Erfolg nun mit vier Zählern Rückstand auf den FCB weiterhin Tabellenzweiter – ein großer Erfolg für den Verein um Kult-Coach Christian Streich.

Der Freiburg-Trainer stellte sein Team offenbar bestens ein. Von der ersten Minute war Freiburg die bessere Mannschaft und profitierte vor dem ersten Tor vom Videobeweis. Ein Handspiel von Christopher Trimmel im eigenen Strafraum wertete Schiedsrichter Deniz Aytekin nach Ansicht der Videobilder als strafwürdig, Grifo verwandelte sicher. Nur zwei Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz der Berliner, die erneut auf Stammkeeper Frederik Rönnow verzichten mussten. Nach einem Fehlpass von Paul Seguin war wieder Grifo zur Stelle, der nach Doppelpass mit Gregoritsch im Duell mit Union-Keeper Lennart Grill einnetzte. Kurz darauf hatte Union Pech, dass Robin Knoche einen Foulelfmeter (9,) an den Pfosten setzte.

Anschließend tat sich Union unglaublich schwer. Der Glanz aus alten Tabellenführer-Zeiten war klar verflogen. Den Elfmeter nach einer Notbremse von Diogo Leite, die Aytekin mit Rot ahndete (19.), verwandelte abermals Grifo, der damit den zweiten Hattrick in der Freiburger Bundesliga-Geschichte markierte. Kurz vor der Halbzeit kam auch noch Gregoritsch zu seinem Treffer, Freiburg verwaltete zuvor eigentlich nur die Führung, doch Union zeigte sich komplett von der Rolle und fiel vor der Pause förmlich auseinander. Immerhin zeigte die Fischer-Elf in Abschnitt zwei Moral und kam durch Michels verwandelten Elfmeter (85.) noch zum Ehrentreffer.

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