21. März 2021 / 17:36 Uhr

Uwe Lewerenz packt beim SV Eiche 05 Weisen überall mit an

Uwe Lewerenz packt beim SV Eiche 05 Weisen überall mit an

Dirk Becker
Märkische Allgemeine Zeitung
Uwe Lewerenz leitet die Geschicke vom SV Eiche 05 Weisen als Geschäftsführer.
Uwe Lewerenz leitet die Geschicke vom SV Eiche 05 Weisen als Geschäftsführer. © Verein
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Treue Seele: Der ehemalige Spieler und Trainer vom SV Eiche 05 Weisen leitet seit 2014 die Geschicke des Vereins als Geschäftsführer.

Hart aber herzlich. Auch beim SV 05 Eiche Weisen geht es so zu. Unlängst sagte jemand aus dem Verein zu Uwe Lewerenz: „Deine Urne begraben wir unter dem Anstoßpunkt im Mittelkreis, du bist doch sowieso immer hier.“ Der Geschäftsführer von Eiche nimmt diesen Spruch als solchen wahr, wie er wohl auch gemeint ist, als Lob für seine unermüdliche Arbeit. „Uwe war immer da und ist immer da“, sagt Vereinschef Jens Segeth über seinen Geschäftsführer. „Er ist Ansprechpartner Nummer eins, hat gute Ideen und den Überblick.“ Es gäbe keine Worte, um zu beschreiben, was Uwe Lewerenz für den Verein geleistet hat.

Uwe Lewerenz bekommt DFB-Ehrenamtspreis

1960 in Weisen geboren, begann der Knirps mit sechs Jahren bei Eiche zu kicken. Während der Schulzeit in Weisen und in der weiterführenden Schule in Wittenberge, selbst während des Studiums der Elektrotechnik, blieb Lewerenz 05er. „Ich bin jedes Wochenende aus Dresden nach Weisen zum Fußball gefahren“, erinnert sich Lewerenz an die Anfangszeiten seiner über 50-jährigen Vereinskarriere. „Ich habe nie etwas anderes kennengelernt.“ „Seit vielen Jahren ist sein ehrenamtliches Wirken von außerordentlicher Bedeutung für die stetige Entwicklung des Vereins. So war nach dem plötzlichen Tod von Manfred Hohn Anfang 2014 zuallererst er es, der die Ärmel hochkrempelte, den vakanten Posten des Geschäftsführers übernahm und die eigentlich nicht zu füllende Lücke mit großem Engagement und hohem zeitlichen Aufwand schloss. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, dass die Kontinuität des Vereins in dieser schweren Phase gewahrt blieb,“ formulierte Jens Segeth in seinem Antrag an den Fußball-Landesverband bereits 2018, in dem es um die Vergabe des DFB-Ehrenamtspreises an Uwe Lewerenz ging. „Damals hatten wir jemand anderes ausgewählt“, so Ralf Bünger, Ehrenamtsbeauftragter des Fußballkreises Prignitz/Ruppin. Aber dieses Mal hatte es geklappt. „Wir haben uns im Umlaufverfahren einstimmig für ihn entschieden.“

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Mit 35 Jahren Nachwuchstrainer bei Eiche Weisen

Nach Erfahrungen auf Kreisebene, Aufstieg in die Landesliga und wieder zurück, übernahm Uwe Lewerenz mit 35 Jahren die Arbeit als Nachwuchstrainer. Schnürte aber fünf Jahre später noch einmal die Töppen in der Männermannschaft, „um auszuhelfen“. Und brach sich ein Bein. „Damit war meine aktive Zeit zu Ende und ich habe mich aufs Funktionärsleben konzentriert“, erinnert sich Uwe Lewerenz. Die meiste Zeit seiner fußballerischen Karriere hatte Lewerenz als Vorstopper verbracht. „Da wo die Talentfreien hingestellt wurden“, lacht der Weisener, der aber auch auf dieser Position alles gab. Wie eben auch als Ehrenamtler.„Er hat immer das gesamte Paket auf dem Schirm. Ich kenne keinen Verein hier, der so einen hat wie ihn“, lobt der Vorsitzende in den höchsten Tönen. „Er ist sich für nichts zu schade, macht die Dinge, weil sie notwendig sind, und hält vor allem nie die Hand auf.“

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2013 Fördergelder nach Elbe-Hochwasser besorgt

„Platzwart war ich auch schon und habe mich um die Rasenpflege gekümmert“, so Lewerenz. Als es noch keine Beregnungsanlage gab, hat er im Sommer die Regner täglich umgestellt. „Nach dem Elbe-Hochwasser 2013, das große Schäden an den Rasenplätzen anrichtete, war er maßgeblich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde dafür verantwortlich, dass es gelang, die entsprechenden Fördermittel zu bekommen, um den Manfred-Hohn-Sportpark schöner denn je wieder aufbauen zu können. Gleiches gilt für die Sporthalle Weisen, die ebenfalls sehr aufwendig renoviert und erweitert werden konnte“, erläutert Vereinsvorsitzender Jens Segeth.Bescheiden schmälert Lewerenz den genannten Verdienst. „Damals ist Manfred Hohn noch Achten gelaufen, um Fördermittel zu bekommen.“ Letztlich ist unter der Ägide des Geschäftsführer der Sportpark zu einem Schmuckstück geworden. „Mit der Halle haben wir auch was Gutes hingekriegt“, sagt er. Sogar eine Sauna ist eingebaut worden. Außerhalb der Coronazeiten ist donnerstags sein Lieblingstag. Da trifft er sich mit Vereinsmitgliedern beim Saunagang. „Ich habe auch einen guten Draht zu den Leuten“, sagt der Mann mit der Kernkompetenz Kommunikation.