24. April 2022 / 20:07 Uhr

Verdiente Niederlage gegen Union: So blutleer gewinnt RB Leipzig gegen Glasgow niemals

Verdiente Niederlage gegen Union: So blutleer gewinnt RB Leipzig gegen Glasgow niemals

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Nach dem Pokal-Fight gegen Union schien bei RB die Luft im zweiten Duell raus zu sein.
Nach dem Pokal-Fight gegen Union schien bei RB die Luft im zweiten Duell raus zu sein. © Getty Images
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Wenn RB Leipzig die Saison erfolgreich gestalten will, am besten mit einem Titel, muss die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco in den nächsten Spielen wieder aufs Gas drücken. "Der Schuss vor den Bug kommt gar nicht mal so ungelegen", meint LVZ-Chefreporter Guido Schäfer.

Kein Zweifel: In der Form von Sonnabend wird RB Leipzig in dieser Saison kein Spiel mehr gewinnen. Nicht gegen Glasgow, nicht in Gladbach, nicht gegen Augsburg, nicht in Bielefeld. Ganz zu schweigen vom Pokal-Finale gegen Freiburg.

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Kein Zweifel: So blutleer wie am Sonnabend werden sie gegen Glasgow und Co. garantiert nicht kicken. Der Schuss vor den Bug ist erklärbar. Und er kommt gar nicht mal so ungelegen, um ungeschönt über die Bücher zu gehen und sich für den Endspurt zu sammeln. Wie kam es, dass die Rasenballer Glücksgöttin Fortuna, die in Form von Yussuf Poulsens unverdienter Führung erschienen war, vertrieben haben?

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Die Dame hat auch mit verbundenen Augen erkannt, dass sie ihr Füllhorn nicht komplett über den RB-Häuptern entleeren darf. Weil es sich Tedescos Männer schlicht und ergreifend nicht verdient haben, weil den Pokal-Helden der mentale Zugang zu den Mühen der Ebene durchgängig gefehlt hat. Sie schafften es diesmal nicht, ein paar Tage nach einem Höhepunkt alles Gewesene auszublenden und den Fokus auf einen weiteren Kraftakt zu lenken. Das haben die Unioner, die insgesamt deutlich weniger Partien auf dem Buckel haben, besser hinbekommen. Tedesco und seine Spieler haben hinterher gesagt, was war: Wir waren schlecht und haben verdient verloren. Selbsterkenntnis ist … na, Sie wissen schon.