15. Mai 2022 / 19:47 Uhr

"Verlierer" im dramatischen Aufstiegs-Finale: SV Darmstadt klagt über "Stich ins Fußballer-Herz"

"Verlierer" im dramatischen Aufstiegs-Finale: SV Darmstadt klagt über "Stich ins Fußballer-Herz"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trotz klarem Sieg überwog bei den Darmstädtern nach Abpfiff die Enttäuschung.
Trotz klarem Sieg überwog bei den Darmstädtern nach Abpfiff die Enttäuschung. © Getty Images
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Lange sah es aus, als würde der SV Darmstadt 98 am letzten Spieltag tatsächlich noch den Sprung auf Rang drei und damit in die Relegation zur Bundesliga schaffen. Doch ein später Sieg des HSV stürzte die Lilien ins Tal der Tränen. 

Die Fans feierten die traurige Mannschaft des des SV Darmstadt 98 noch lange nach dem Abpfiff. Vielen Spielern standen nach dem bitteren Saisonfinale in der 2. Bundesliga die Tränen in den Augen - die Lilien steigen nicht auf und haben auch die Relegation verpasst. Trotz des 3:0 (3:0) am Sonntag gegen den SC Paderborn blieb nur der vierte Tabellenplatz.

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"Es ist nicht so ausgegangen, wie wir es uns erträumt hätten", sagte 98-Trainer Torsten Lieberknecht. "Wir haben Fantastisches geleistet und eine Basis geschaffen. Vielleicht können wir nächste Saison wieder überraschen und eine Nische finden." Die Spieler hätten gegen Paderborn noch einmal alles gezeigt, was "uns diese Saison ausgezeichnet" habe. Deshalb gelte nun: "Wunden lecken und wieder aufstehen und darauf freuen, was da noch kommt."

Auch der nach der Partie enttäuschte Torwart Marcel Schuhen gab sich kämpferisch. "Wir stehen wieder auf", versprach der Schlussmann, der selbst minutenlang auf dem Rasen gelegen hatte und bekannte: "Es ist ein richtiger Stich ins Fußballer-Herz."

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Die Südhessen hatten bis zuletzt von einem vierten Einzug in das Oberhaus nach 1978, 1981 und 2015 geträumt, hofften aber vergebens auf Ausrutscher des Hamburger SV und von Werder Bremen, um noch in die Relegation zu kommen oder gar direkt aufzusteigen.

Gegner SCP leidet mit Darmstadt

Vor 13 710 Zuschauern im ausverkauften Merck-Stadion erzielten Tim Skarke (2. Minute) und Luca Pfeiffer (25./38.) die Tore für die Mannschaft von Trainer Lieberknecht. Am Ende aber nutzte der Erfolg nichts mehr. Paderborns Marvin Cuni sah noch die Rote Karte (78.). "Ich weiß nicht, ob ich zum Sieg gratulieren kann, das Darmstadt das große Ziel nicht erreicht hat", sagte Paderborns Coach Lukas Kwasniok und ergänzte: "Wenn man die letzten Leistungen gesehen hat, hätte es Darmstadt verdient gehabt."

"Die Mannschaft hat sich wieder wahnsinnig präsentiert und nicht nur ein 1:0 hingewurstelt, sondern das Spiel in die Hand genommen", sagte Präsident Klaus Rüdiger Fritsch. "Man kann vielleicht fünf Minuten traurig sein, aber man viel Kraft aus der Saison gewonnen - und ganz viel Stolz."

Zahlreiche 98-Anhänger hatten sich vor dem Spiel in einem Fan-Marsch durch die Stadt gemeinsam zum Böllenfalltor auf den Weg gemacht. Mit einer Choreographie auf den Tribünen in der Arena hatten sie sich auf das Spiel eingestimmt und stimmten während der Partie immer wieder die Vereins-Hymne "Die Sonne scheint" an.

Die Nachricht aus Rostock, wo der HSV nach Rückstand noch 3:2 gewann und sich den Relegationsplatz sicherte, bremste dann aber die Euphorie. Bremen sicherte sich den direkten Aufstieg mit dem 2:0 gegen Jahn Regensburg.

Pech hatte Hertha-Cheftrainer Felix Magath, der mit den Berlinern nach dem 1:2 bei Borussia Dortmund noch auf den Relegationsplatz der Bundesliga gerutscht war. Er hatte sich auf den Weg nach Darmstadt gemacht, um den möglichen Gegner in den zwei Relegationsduellen zu beobachten.