14. Dezember 2021 / 20:52 Uhr

"20 Minuten eine Lehrstunde": VfB-Sportdirektor Mislintat sucht Erklärungen für Bayern-Klatsche

"20 Minuten eine Lehrstunde": VfB-Sportdirektor Mislintat sucht Erklärungen für Bayern-Klatsche

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der VfB Stuttgart war gegen den FC Bayern am Ende chancenlos.
Der VfB Stuttgart war gegen den FC Bayern am Ende chancenlos. © IMAGO/Michael Weber/Sportfoto Rudel/MIS (Montage)
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Der VfB Stuttgart bot dem FC Bayern am Dienstagabend rund eine Stunde Paroli. Am Ende stand jedoch ein deutliches 5:0 zugunsten des deutschen Rekordmeisters auf der Anzeigetafel. Die Verantwortlichen der Schwaben suchten im Anschluss nach Erklärungen.

Gegen den FC Bayern München war der VfB Stuttgart am Ende chancenlos. Mit 5:0 fegte der deutsche Rekordmeister über streckenweise überforderte Schwaben hinweg. Dabei hatten sich die Hausherren lange Zeit wacker geschlagen, bis zur 40. Minute stand sogar noch die Null. Dann spielten die Bayern angeführt von einem überragenden Serge Gnabry (drei Tore, zwei Vorlagen) ihre Klasse aus. "Sie sind einfach eiskalt. Mit dem 3:0 wird es dann leider 20 Minuten eine Lehrstunde", sagte Sportdirektor Sven Mislintat im Anschluss bei Sky.

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Der 49-Jährige suchte zudem nach Gründen der Demontage, die im zweiten Abschnitt trotz eines ordentlichen Starts mit einigen guten Ansätzen ihren Lauf nahm. "Das kann man sich erklären mit einer unfassbaren Qualität auf dem Platz, besonders im vorderen Drittel", so Mislintat, der damit auch Doppelpacker Robert Lewandowski ein Lob aussprach. Die gnadenlose Effizienz bekam der VfB vor allem ab der 69. Minute zu spüren, ab welcher die Münchener innerhalb von fünf Minuten drei Treffer nachlegten. Die Bayern seien ob der individuellen Klasse "nicht unser Maßstab", gab Mislintat zu. "Ich glaube aber, dass wir uns 60 Minuten teuer verkauft haben."

Mislintat äußerte seine Bewunderung für den deutschen Rekordmeister, der durch den deutlichen Erfolg seine 25. Herbstmeisterschaft in der Bundesliga perfekt machte. "Bayern kann Mannschaften zerlegen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch international können da Mannschaften ein Lied von singen." Mit Blick auf die eigene Situation zeigte sich der VfB-Funktionär indes optimistisch. "Wir haben die Chance, das nicht viel schlechter zu gestalten als im letzten Jahr", erklärte Mislintat trotz einer von einigen Verletzungen und der Corona-Pandemie begleiteten Hinserie und fügte an. "Das ist für uns in Ordnung unter diesen Umständen."

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Nach 16 Spielen steht der VfB mit 17 Zählern auf Rang 15 des Klassements und musste nach zuvor drei Partien ohne Niederlage wieder einen Dämpfer hinnehmen. Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte wartet am kommenden Sonntag der 1. FC Köln (17.30 Uhr/DAZN). "Schön wäre natürlich, wenn wir punkten in Köln", sagte Mislintat. Die letzten drei Bundesliga-Duelle machen dabei Mut. Dabei sprangen zwei Siege und ein Remis heraus.