18. September 2022 / 20:31 Uhr

"Der VfL Bochum gibt niemals auf": Kampfansage von Interimstrainer Butscher nach spätem Gegentor

"Der VfL Bochum gibt niemals auf": Kampfansage von Interimstrainer Butscher nach spätem Gegentor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Heiko Butscher verpasste bei seinem Trainer-Debüt mit dem VfL Bochum den ersten Saisonsieg des Revierklubs.
Heiko Butscher verpasste bei seinem Trainer-Debüt mit dem VfL Bochum den ersten Saisonsieg des Revierklubs. © IMAGO/RHR-Foto (Montage)
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Der VfL Bochum verpasste den ersehnten ersten Saisonsieg gegen den 1. FC Köln denkbar knapp. Interimstrainer Heiko Butscher versuchte nach der Partie, den Blick auf das Erreichte zu richten und sprach seiner Mannschaft Mut zu.

Als "extrem bitter" deklarierte Interimstrainer Heiko Butscher den ersten Punktgewinn des VfL Bochum in der laufenden Bundesliga-Saison. Was der Übergangscoach meinte: Von einem wirklichen Gewinn konnte man angesichts der langen Führung durch ein Eigentor von Jonas Hector beim 1:1 gegen den 1. FC Köln am Sonntag nicht sprechen. Der späte Gegentreffer von Linton Maina vermieste dem Revierklub den anvisierten Premieren-Dreier in dieser Spielzeit. Am Ende stand trotz eines couragierten Auftritts nur das Remis. "Wir haben das fast bis zum Schluss durchgebracht", haderte Butscher nach dem Abpfiff bei DAZN mit der verpassten Chance auf ein nachhaltiges Lebenszeichen im Abstiegskampf: "Es ist schade, dass sich die Jungs dann nicht komplett belohnt haben."

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Für Bochum bedeutet das auch weiterhin eine verheerende Bilanz: Ein Punkt aus sieben Spielen, 5:19 Tore und Platz 18 – mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg. An Aufgeben denkt Butscher, der interimsweise für den am Montag freigestellten Thomas Reis übernommen hatte, aber trotz der düsteren sportlichen Lage nicht. Zwar sei nach dem Dämpfer in der Schlussphase "die Stimmung jetzt niedergeschlagen", dennoch wolle man aus der "leidenschaftlichen" Vorstellung Mut schöpfen. "Der VfL Bochum gibt niemals auf", so die deutliche Kampfansage des 42-Jährigen.

Statt den verpassten Erfolg wollte Butscher daher auch vielmehr den erreichten ersten Zähler in den Vordergrund rücken. "Vielleicht ist es ein ganz kleiner Brustlöser jetzt", so der VfL-Coach, der sich und sein Team nun auch auf mentaler Ebene in der Pflicht sieht. "Wir werden die Jungs aufrichten, das muss jetzt die Marschroute sein", erklärte er. Ein Mutmacher sei aber, dass seine Spieler nun "zumindest mal einen Punkt auf dem Konto haben."

Im Anschluss an die bevorstehende Länderspielpause geht es für den abgeschlagenen Tabellenletzten mit einem Auswärtsspiel bei RB Leipzig weiter. Ob Butscher dann noch auf der Trainerbank des Revierklubs sitzen wird, ließ er offen. "Ich mach das mit meinem Co-Trainer und dem Team solange, bis der Verein eine Entscheidung trifft", sagte er. Kategorisch ausschließen wollte er ein weiterführendes Engagement in der Profi-Mannschaft zumindest nicht. "Man weiß nie, was passiert im Fußball. Ich bin da total tiefenentspannt".

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