02. Oktober 2021 / 21:18 Uhr

Bochum-Keeper Riemann redet sich nach Pleite gegen Leipzig in Rage: "Das ist dumm"

Bochum-Keeper Riemann redet sich nach Pleite gegen Leipzig in Rage: "Das ist dumm"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Keeper Manuel Riemann war nach der Pleite des VfL Bochum bedient.
Keeper Manuel Riemann war nach der Pleite des VfL Bochum bedient. © IMAGO/RHR-Foto/PicturePoint LE (Montage)
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Der VfL Bochum bot Favorit RB Leipzig am Samstagabend lange Zeit die Stirn. In der Schlussphase kassierte der Aufsteiger dann jedoch drei Gegentreffer. Torhüter Manuel Riemann schimpfte nach der Partie besonders über das Abwehr-Verhalten beim ersten Gegentor. Auch Trainer Thomas Reis zeigte sich frustriert.

Lange Zeit bot Aufsteiger VfL Bochum dem favorisierten Vizemeister RB Leipzig Paroli. Bis 20 Minuten vor Schluss hielten die Schützlinge von Trainer Thomas Reis das Remis. Binnen kürzester Zeit ging es dann jedoch dahin: André Silva (70.) und Christopher Nkunku (73./78.) schossen in der Schlussphase den letztlich deutlichen 3:0-Erfolg der Sachsen heraus. Bochum-Keeper Manuel Riemann ließ seinem Frust über den verspielten Punktgewinn im Anschluss freien Lauf. Das Silva-Tor zum 1:0 nach einem Leipziger Eckball deklarierte der Schlussmann als Knackpunkt. "Wir kriegen mal wieder ein Tor nach der Ecke. Das ist dumm", monierte der 33-Jährige am Sky-Mikrofon.

Dass der Gegner durch die Einwechslungen von Silva, Nordi Mukiele oder Dominik Szoboszlai viel Qualität in der Hinterhand hatte, wollte Riemann dabei nicht als Ausrede gelten lassen. "Da ist es egal, ob der Gegner 45, 100 oder 200 Millionen einwechselt. Wir verlieren das Spiel durch eine Standardsituation", machte der Torhüter klar. "Bei einer Ecke weiß ich schon, dass ich das eigene Tor verteidigen muss, aber offenbar wissen das nicht alle." Zudem beklagte Riemann die Reaktion auf den ersten Rückschlag in der Partie. Bei mindestens "acht Spielern" sei der Kopf nach dem Gegentreffer merklich nach unten gegangen. "Wir müssen cleverer sein. Ich verstehe das einfach nicht."

Auch Trainer Thomas Reis analysierte im Nachgang in erster Linie das erste Tor. "Wir haben leider zu viele Spieler am ersten Pfosten stehen gehabt, dadurch war der Raum zwischen den einzelnen Spielern sehr groß", erklärte der 47-Jährige. "Das ist sehr ärgerlich, weil wir bis zu diesem Zeitpunkt das Spiel sehr offen gestaltet haben." Der Blick auf die Tabelle bleibt für die Bochumer nach der fünften Saisonpleite damit weiter unerfreulich. Nach sieben Partien und vier Zählern auf dem Konto liegt der Liga-Neuling auf dem vorletzten Platz. "Wir zahlen ein bisschen Lehrgeld", gestand Reis ein.

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Nach der nun folgenden Länderspiel-Pause, die man weiter zur Entwicklung nutzen wolle, trifft Bochum im Aufsteiger-Duell im Auswärtsspiel auf die SpVgg Greuther Fürth – das aktuelle Bundesliga-Schlusslicht. Reis sprach dabei von einem "Spiel auf Augenhöhe" und legte den Fokus auf spielfreie Zeit. "Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, um uns vorzubereiten." Dann folge ein "sehr sehr wichtiges Spiel".