27. Februar 2022 / 13:57 Uhr

Wolfsburgs Kruse zeigt seinen ramponierten Knöchel: "Nee, war kein klarer Elfmeter..."

Wolfsburgs Kruse zeigt seinen ramponierten Knöchel: "Nee, war kein klarer Elfmeter..."

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Elfer in dieser Szene: Manu Koné trifft Wolfsburgs Max Kruse, dessen Knöchel hinterher gar nicht gut aussah.
Kein Elfer in dieser Szene: Manu Koné trifft Wolfsburgs Max Kruse, dessen Knöchel hinterher gar nicht gut aussah. © dpa / Instagram/max.kruse10
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Dass es nach einem Foul an Max Kruse keinen Elfmeter gegeben hatte, regte den VfL Wolfsburg beim 2:2 in Gladbach besonders auf. Kruse zeigte nun seinen ramponierten Knöchel - eine Woche vor dem Wiedersehen mit Union Berlin.

VAR-Wirbel in Gladbach: Gleich drei höchst strittige Szenen gab's beim 2:2 zwischen der Borussia und dem VfL Wolfsburg. Zweimal wurde per Videobeweis entschieden, einmal zum Nachteil des VfL (bei der Roten Karte gegen Maxence Lacroix), einmal zum Wolfsburger Vorteil (beim nicht gegebenen Gladbach-Treffer in der Nachspielzeit). Für den größten VfL-Frust sorgte aber eine Szene, bei der der VAR nicht eingriff - es aber nach Meinung der Wolfsburger hätte tun sollen.

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Entgegen seiner Gewohnheit war sogar VfL-Manager Jörg Schmadtke an den Spielfeldrand geeilt, diskutierte heftig mit dem verletzten Gladbacher Lars Stindl, beide kennen sich aus gemeinsamen Hannover-Zeiten. Schmadtke (57) hinterher: "Ich finde mich ja jung genug, dass ich mich da noch mal reinstürzen kann...“

Der VfL Wolfsburg in Mönchengladbach: Noten und Einzelkritik

<b>Koen Casteels: </b>Der Schlussmann parierte in der ersten Halbzeit zweimal richtig stark, war beim ersten Gegentor jedoch machtlos. In der zweiten Halbzeit bester Mann auf dem Platz, konnte das 2:2 aber auch nicht verhindern. - Note: 2 Zur Galerie
Koen Casteels: Der Schlussmann parierte in der ersten Halbzeit zweimal richtig stark, war beim ersten Gegentor jedoch machtlos. In der zweiten Halbzeit bester Mann auf dem Platz, konnte das 2:2 aber auch nicht verhindern. - Note: 2 ©

Es war die 66. Minute, der VfL führte noch 2:1, als Gladbachs Manu Koné dem VfL-Angreifer Max Kruse im Strafraum klar am linken Knöchel traf. Kruse hält sich noch auf den Beinen, versucht einen Abschluss, fällt erst drei Schritte später. Schiri Tobias Reichel lässt weiterspielen, Video-Assistent Günter Perl in Köln greift nicht ein. Kruse ist schon unmittelbar nach dem Abpfiff außer sich: "Ich frage mich, was die im Keller machen! Klarer als er mich trifft, geht’s gar nicht! Das kann ja nicht der Fairplay-Gedanke sein, dass ich da direkt zu Boden gehe. Dann muss ich immer direkt fallen, dann gibt’s Elfmeter."

Später legt Kruse via Instagram nach, zeigt ein Foto von seinem lädierten Knöchel und schreibt ironisch dazu: "Nee, war kein klarer Elfmeter..." Immerhin: Der Knöchel sieht zwar ramponiert und geschwollen aus, aber nach erster Diagnose zog sich der 33-Jährige lediglich eine Prellung zu. Wichtig - denn nächste Woche steht das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Union Berlin an.

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Am Samstag haben die Unioner erstmals seit dem Kruse-Abschied wieder ein Spiel gewonnen, besiegten Mainz 05 mit 3:1, freuen sich nun auf das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Stürmer. Torschütze Taiwo Awoniyi, der mit dem jetzigen Wolfsburger auf dem Platz oft auffällig gut harmoniert hatte: "Es wird schön sein, ihm Hallo zu sagen." Vor dem Spiel in der VW-Arena wartet aber noch das Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC St. Pauli am Dienstag auf die Berliner.

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In Wolfsburg wird dann die Vorbereitung auf Union schon laufen - mit Kruse und auch mit Lukas Nmecha. Der VfL-Nationalspieler hatte in der vergangenen Woche nicht alle Trainingseinheiten voll mitgemacht, stand darum in Gladbach noch nicht im Kader. Gegen Union soll es aber so weit sein. Xaver Schlager, der am Samstag ein gut 30-minütiges Comeback nach Kreuzbandriss gab, kann dann erstmals ein Startelf-Kandidat sein - was nicht zwingend heißt, dass Mittelfeldmann Aster Vranckx auf die Bank muss. Denn durch die Rot-Sperre von Lacroix ist Kohfeldt möglicherweise gezwungen, wieder auf Vierer-Abwehrkette umzustellen - und in einem 4-3-3-System wäre auch Platz für Vranckx, der in Gladbach für Schlager ausgewechselt wurde.

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