17. April 2021 / 19:55 Uhr

Ersten Matchball abgewehrt: Volleyballerinnen des Dresdner SC gewinnen gegen Stuttgart

Ersten Matchball abgewehrt: Volleyballerinnen des Dresdner SC gewinnen gegen Stuttgart

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdner SC
Dresdens Lena Stigrot (l-r), Jennifer Janiska, Lenka Dürr, Maja Storck, Jenna Gray und Madeleine Gates jubeln nach dem 3:2 Sieg. © dpa
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Die Volleyball-Damen des Dresdner SC konnten gegen Stuttgart eine umkämpfte und hochklassige Partie mit 3:2 für sich entscheiden. Damit geht es für die Waibl-Truppe am Mittwoch in die vierte Finalbegegnung. Dann wird wieder in Stuttgart gespielt.

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Dresden. „Wir wollten nicht zulassen, dass Stuttgart in unserer Halle heute eine Party feiert“, sagte Alexander Waibl sichtlich geschafft, aber freudestrahlend nach diesem hochklassigen Volleyball-Krimi. Mit einer starken Teamleistung und einer überragenden Maja Storck haben sich die DSC-Volleyballerinnen in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet und den ersten Matchball von Allianz MTV Stuttgart abgewehrt. Die Elbestädterinn haben am Sonnabend das dritte Spiel in der Serie „Best of five“ in der heimischen Margon Arena mit 3:2 (30:28, 22:25, 25:20, 19:25, 15:12) für sich entschieden.

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Damit gelang den Mädels um Kapitän Lena Stigrot der erste Sieg gegen das schwäbische Team in dieser Saison. In der Finalserie gelang ihnen damit der 1:2-Anschluss. Am Mittwoch folgt die vierte Partie erneut in Stuttgart. Sollten die DSC-Damen auch dieses Spiel gewinnen, würde die Entscheidung dann am kommenden Sonnabend in Dresden fallen.

DURCHKLICKEN: Einige Bilder zum Sieg der Dresdnerinnen

Die Volleyball-Damen des Dresdner SC gewinnen das dritte Spiel im Finale gegen den MTV Stuttgart mit 3:2. Zur Galerie
Die Volleyball-Damen des Dresdner SC gewinnen das dritte Spiel im Finale gegen den MTV Stuttgart mit 3:2. ©

„Wir haben schon am Mittwoch in Stuttgart ein starkes Spiel gemacht, aber noch nicht mit dem richtigen Ergebnis. Diesmal konnten wir in einigen Elementen noch präziser sein, haben in der Abwehr einige Bälle mehr von Krystal Rivers verteidigt und hatten natürlich in Maja Storck eine überragende Spielerin, waren aber dennoch im Angriff variabel. Insgesamt haben wir noch mutiger und aggressiver agiert. Jetzt haben wir sie das erste Mal geschlagen und wollen auch das nächste Spiel gewinnen“, powerte Alexander Waibl nach einem erneut hochklassigen Duell, das einmal mehr Werbung pur für Volleyball war. Im Duell der beiden Diagonalangreiferinnen hatte diesmal die Schweizer Nationalspielerin Maja Storck mit grandiosen 38 Punkten knapp die Nase vorn. Aber auch MTV-Ausnahmekönnerin punktete mit 34 Zählern glänzend.

Heiß umkämpfte Schlussphase

Alexander Waibl hatte noch kurzfristig auf Morgan Hentz verzichten müssen. Die US-Amerikanerin hatte im Training einen Ball an den Kopf bekommen und sich eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Schon der erste lange Ballwechsel im Spiel zeigte, dass sich auch diesmal beide Teams nicht schenken würden. Mit einer Blockabwehr konnten die DSC-Damen Stuttgarts Diagonalangreiferin Krystal Rivers stoppen. Anschließend setzte sich jedoch zunächst der MTV mit drei Punkten ab und zwang Alexander Waibl beim 7:10 zur ersten Auszeit. Das wirkte, seine Schützlinge kämpften sich wieder heran.

Während die Dresdnerinnen diesmal noch besser auf die Angriffe von Rivers eingestellt waren, setzte Zuspielerin Jenna Gray immer wieder Maja Storck ein und die Schweizer Nationalspielerin hämmerte ein ums andere Mal den Ball ins gegnerische Feld. In der heißumkämpften Schlussphase behielten die Gastgeberinnen die Nerven, wehrten zwei gegnerische Satzbälle ab und mit einem „Monsterblock“ gegen Rivers verwandelten sie ihren vierten Satzball. „Das war schon so ein wenig der Türöffner für das Spiel“, meinte später auch Jennifer Janiska, die mit 20 Punkten am Ende zweitbeste Scorerin war.

"Wir sind noch hungrig"

Im zweiten Abschnitt knüpften die DSC-Damen zunächst nahtlos an, setzten sich mit 5:2 ab. Aber Stuttgart mit der eingewechselten Hester Jasper schaffte den Ausgleich. Aber im dritten Durchgang legten die Waibl-Schützlinge wieder eine Schippe drauf. Sie schlugen weiter druckvoll auf, im Angriff spielten sie wieder variabler und in der Abwehr stand entweder der Block goldrichtig oder Lenka Dürr und ihre Mannschaftsgefährtinnen kratzten die Bälle in der Feldabwehr raus.

Als sich die Dresdnerinnen im vierten Abschnitt einen kleinen Hänger leisteten, enteilten die Gäste schnell auf 18:13 und erkämpften sich den Satzausgleich. Im Tiebreak aber war der DSC wieder von Beginn an hellwach. Mutig, aggressiv und konsequent nutzten die Elbestädterinnen ihre Chancen, allen voran Jennifer janiska und Maja Storck. Beim 8:6 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt auch in der Schlussphase ließen die Waibl-Schützlinge nichts mehr anbrennen.

Nach 128 Minuten verwandelte Maja Storck den zweiten Matchball. Stuttgarts Trainer Tore Aleksandersen ließ per Video-Challenge den Angriff nochmal überprüfen, aber alles war korrekt. Die DSC-Mädels hüpften jubelnd im Kreis. „Die Serie ist noch nicht zu Ende, wir sind noch hungrig und haben das Ziel, auch das nächste Spiel zu gewinnen“, machte Alexander Waibl klar.