17. April 2021 / 08:48 Uhr

Volleyballerinnen des Dresdner SC geben ihren Titeltraum noch nicht auf

Volleyballerinnen des Dresdner SC geben ihren Titeltraum noch nicht auf

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Sarah Straube
Auftanken für die große Aufholjagd: Sarah Straube vom DSC gönnt sich vor dem Spiel gegen Stuttgart einen Schluck aus der Pulle. © Matthias Rietschel
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Die Dresdner Volleyballerinnen hoffen am Samstag darauf, dass gegen den bärenstarken Allianz MTV Stuttgart die Trendwende gelingt. Aktuell liegt die Mannschaft von Coach Waibl im "Best of five" mit 0:2 hinten und mit einer weiteren Niederlage wäre der Meisterschaftstraum vorbei.

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Dresden. Alexander Waibl fährt gern in seine alte Heimat Stuttgart. „Schon von der Autobahnabfahrt an kenne ich jede Ecke und jeden Winkel“, sagte der Cheftrainer der DSC-Volleyballerinnen vor einiger Zeit. Nächste Woche würde ihm die Reise aber ganz besonders gut gefallen, weil dann der Kampf um die Meisterschaft noch immer offen wäre. Dazu aber braucht es am Sonnabend in der heimischen Margon-Arena (16.30 Uhr/live bei Sport1) einen Sieg seiner Mannschaft im dritten Finalspiel gegen Allianz MTV Stuttgart. Schließlich liegen die Schwaben in der Serie „Best of five“ mit 2:0 in Führung und haben damit ihren ersten Matchball.

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Mit einem erneuten Erfolg könnten sie in Dresden ihren zweiten Titelgewinn nach 2019 perfekt machen und die Schale in die Höhe stemmen. Für MTV-Trainer Tore Aleksandersen wäre das sogar ein sehr schönes Déjà-vue nach immerhin zehn Jahren. Denn es war am 21. Mai 2011 als der Norweger damals mit Schwerin das zweite Finalspiel in der Dresdner Margon-Arena mit 3:0 gewann und anschließend die Schale mit nach Hause nehmen konnte.

Ein Szenario, dass sich aus Sicht von Alexander Waibl und seiner Mannschaft nicht unbedingt wiederholen sollte. Deshalb verschwendet der 53-Jährige auch darauf keinen Gedanken. Die Vorstellung seiner Schützlinge am Mittwoch in Stuttgart dient dabei – trotz der hauchdünnen 2:3-Niederlage – eindeutig als Mutmacher. Die hochklassige und zum Teil sogar dramatische Partie hat gezeigt, dass auch die MTV-Frauen zu bezwingen sind. Konnten die Elbestädterinnen zuvor in drei Spielen gegen den favorisierten Titelanwärter nicht einen einzigen Satz gewinnen, so brachten sie die Gastgeberinnen um Ausnahmekönnerin Krystal Rivers diesmal schon ins „Schwitzen“.

"Daran können wir anknüpfen"

Am Ende machte zwar die vor Energie nur so sprühende US-Amerikanerin mit den entscheidenden Punkten im fünften Satz den „Sack zu“, doch chancenlos waren die DSC-Damen keinesfalls. Das sah auch Waibl so, nachdem er die erste Enttäuschung relativ schnell abgeschüttelt hatte. Er erinnert sich an seine Gedanken nach dem Spiel: „Ich selbst habe sofort das starke Gefühl gehabt, da geht noch was.“

In dem engen Match machte seine Mannschaft eine ganze Menge deutlich besser als in der ersten Finalpartie. Taktische Änderungen trugen dazu bei, dass die DSC-Damen deutlich effektiver und variabler angriffen, dass auch die Block- und Feldabwehr noch stabiler stand. „Daran können wir anknüpfen. Wir haben jetzt gesehen, was möglich ist, müssen aber natürlich erneut eine Top-Leistung abliefern und möglichst die Kleinigkeiten, die noch nicht so gut geklappt haben, in der nächsten Partie jetzt noch besser zu machen“, so der Coach, der erst am frühen Donnerstagmorgen mit seiner Mannschaft heimkehrte. „Den Tag hatten die Spielerinnen frei, um auszuschlafen, sich zu erholen und den Kopf freizubekommen“, wie Waibl berichtet. Lediglich die beiden Youngster Sarah Straube und Lena Linke mussten in die Schule. Am Freitag stand dann für alle das normale Trainings- und Vorbereitungsprogramm auf dem Plan.

Ob die Schale bereits in Dresden verwahrt wird, wollte DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann nicht verraten. Auf jeden Fall sei man auf jedes Szenario vorbereitet, wie sie wissen ließ. Aber noch will man bei den Dresdnerinnen nicht an das Saisonende denken, sondern wie Alexander Waibl lieber an die nächste Reise ins Schwabenland. Noch ist alles drin, Wunder soll es ja immer wieder geben, oder?