06. Januar 2022 / 20:41 Uhr

Vorm Wolfsburg-Spiel: Bochum-Leihgabe Rexhbecaj schließt Rückkehr zum VfL nicht aus

Vorm Wolfsburg-Spiel: Bochum-Leihgabe Rexhbecaj schließt Rückkehr zum VfL nicht aus

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trifft mit Bochum auf seinen Stammverein: Wolfsburg-Leihgabe Elvis Rexhbecaj.
Trifft mit Bochum auf seinen Stammverein: Wolfsburg-Leihgabe Elvis Rexhbecaj. © imago images/Beautiful Sports
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Der VfL Wolfsburg trifft am Sonntag zum Rückrunden-Start auf den VfL Bochum und damit auch auf Leihgabe Elvis Rexhbecaj. Dass der Mittelfeldmann im Sommer zurückkommt, ist nicht ausgeschlossen.

Alle 17 Hinrunden-Spiele gemacht, eine feste Größe in der Mannschaft und mit dem VfL Bochum im gesicherten Mittelfeld: Für Elvis Rexhbecaj hätte die Leihe zum Aufsteiger kaum besser laufen können. Am Sonntag (17.30 Uhr) trifft der Mittelfeldspieler mit den Ruhrpott-Jungs in der Fußball-Bundesliga auf seinen Stammverein - zu dem er eine Rückkehr im Sommer nicht ausschließt.

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Bis zum Sommer ist Rexhbecaj noch nach Bochum ausgeliehen, was danach kommt, steht in den Sternen. "Ich denke noch gar nicht daran. Wir wollen im Pokal weiterkommen und die Liga halten", sagt der Profi und richtet sich seinen Blick nur auf die bevorstehenden Aufgaben mit seinem jetzigen Arbeitgeber. Seine Zukunft sei ihm zwar "nicht egal", aber es bringe "nichts, daran zu denken, was im Sommer oder im nächsten Jahr passiert". Mit den Wolfsburg-Verantwortlichen, Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer, habe er darüber auch noch nicht geredet. "Natürlich habe ich ab und zu Kontakt zu Marcel und den Spielern, aber sonst hat es bisher keine Gespräche gegeben. Dafür bin ich gerade auch viel zu beschäftigt."

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Zu sehr konzentriert sich Rexhbecaj auf Bochum. Und da ging es für ihn gut los, beim 2:1 nach Verlängerung in der ersten Runde des DFB-Pokals bekam der Mittelfeldspieler direkt das Vertrauen von Trainer Thomas Reis ausgesprochen. "Ich bin gekommen, habe direkt gespielt, auch wenn man gemerkt hat, dass mir da noch ein paar Abläufe gefehlt haben." Mit der Zeit habe 24-Jährige aber immer besser reingefunden, stand in jedem Liga-Spiel in der Anfangsformation und spielte sogar in neun Partien durch. So auch beim Liga-Auftakt in Wolfsburg, den die Bochumer nach einer Roten Karte von der ersten Minute an in Unterzahl bestreiten mussten. "Wolfsburg hat losgelegt wie die Feuerwehr, hatte Chancen ohne Ende, aber dann sind wir besser ins Spiel gekommen", erinnert sich Rexhbecaj.

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Jetzt gibt's das Wiedersehen, Rexhbecaj will es aber nicht als Revanche verstanden wissen. "Das Spiel wird komplett anders", glaubt der Bochumer, "der VfL hat einen neuen Trainer, spielt vielleicht in einem anderen System, die Situation ist unterschiedlich. Damals wusste niemand, wo beide Vereine stehen." Das ist jetzt klarer. Während die Wolfsburger ihren Erwartungen nicht gerecht werden konnten, spielen die Bochumer eine tolle Saison - stehen sogar aufgrund eines um zwei Treffer besseren Torverhältnisses punktgleich vor dem VfL. "Das hat keiner gedacht", sagt Rexhbecaj. "Das haben wir uns erarbeitet, aber das hat auf das Spiel am Wochenende keinen Einfluss."

Dass das Team von Trainer Florian Kohfeldt nach Platz vier in der Vorsaison so abgestürzt ist, überrascht auch den verliehenen Profi. "Ich habe selbst keine richtige Erklärung dafür, weil die Qualität in der Mannschaft ist schon sehr hoch. Vieles spielt sich auch in den Köpfen ab", sagt Rexhbecaj, der viele VfL-Spiele gesehen hatte und erinnert sich an die beiden Relegationsjahre 2017 und 2018, die er als junger Spieler am Rande mitbekommen hatte. "Da waren die Leistungen auch nicht zu erklären." Jetzt beschäftige er sich aber auch nicht so viel mit den Problemen in Wolfsburg. Rexhbecaj: "Ich bin mit dem Kopf viel zu sehr beim VfL Bochum als mir darüber Gedanken zu machen, ob der VfL Wolfsburg in den Abstiegskampf rutscht."

Denn mit dem Abstiegskampf will der Tabellenzwölfte in der Rückrunde auch nichts zu tun haben. Ein wenig helfen würde dafür schon mal ein Sieg am Sonntag gegen Wolfsburg. "Wir gehen nicht als haushoher Favorit ins Spiel, wir wissen schon, wer wir sind. Aber wir machen uns auch nicht klein", sagt Rexhbecaj. Mit seinem Klub habe er schon 20 Punkte gesammelt, "das ist der erste kleine Schritt". 40 Zähler, so heißt es, braucht es in der Regel für den Klassenerhalt. "Wir wollen weiter Gas geben und eklig sein."