07. Februar 2022 / 21:29 Uhr

Doppelpacker Vranckx bleibt Wolfsburgs größter Lichtblick: "Er hat Spaß"

Doppelpacker Vranckx bleibt Wolfsburgs größter Lichtblick: "Er hat Spaß"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Traf gegen Fürth doppelt: Wolfsburg Aster Vranckx.
Traf gegen Fürth doppelt: Wolfsburg Aster Vranckx. © DPA
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Die zwei Tore, die er gegen Fürth schoss, hätte es gar nicht gebraucht - Aster Vranckx war auch schon vorher ein Glanzlicht in einer oft tristen Saison des VfL Wolfsburg. Dass er das verstärkte Interesse anderer Klubs auf sich zieht, glaubt sein Sportdirektor allerdings nicht.

Endlich hat der VfL Wolfsburg mal wieder gewonnen - und endlich hat Aster Vranckx sein erstes Bundesliga-Tor geschossen. Das zweite ließ er beim 4:1 gegen Fürth am Sonntag gleich folgen. Kein Zufall, denn der erst 19-jährige Belgier durfte mal wieder offensiver ran als sonst, spielte eine Art Halbstürmer. „Der Trainer wollte, dass ich mehr in die Tiefe gehe“, so der gelernte Mittelfeldmann, der weiterhin zu den Glanzlichtern dieser oft tristen VfL-Saison gehört.

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Für acht Millionen Euro hatte ihn der VfL vergangenen Sommer aus Mechelen geholt, eine Wadenverletzung bremste ihn zunächst aus. Doch als der Belgier den Rückrundenstart in Bochum verpasste (Corona-Quarantäne), hatte er sich schon längst einen festen Platz im Team erobert - als spielintelligenter und robuster Mittelfeldmann, den man auch weiter vorn aufstellen kann. "Aster ist jemand, der einfach rausgeht und Fußball spielen möchte", lobt Sportdirektor Marcel Schäfer. "Er hat Spaß, will den Ball haben - und lässt sich nicht negativ beeinflussen, wenn es mal insgesamt nicht so läuft."

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Seine Entwicklung erinnert an Maxence Lacroix in der Vorsaison, auch der französische Verteidiger war in Wolfsburg vom unbekannten Talent zur Stammkraft geworden - und geriet schließlich in den Fokus anderer Klubs, vor allem Leipzig war stark interessiert. Und Vranckx, dessen Martkwert laut Transfermarkt.de die 10-Millionen-Euro-Grenze mitterweile weit hinter sich gelassen hat? Bayern hatte ihn schon auf dem Zettel, Klubs aus Italien und England ebenso. Doch bei ihm, so Schäfer, sei es eine andere Ausgangslage: "Maxence geriet auch deswegen in den Fokus, weil wir als Mannschaft insgesamt sehr erfolgreich waren. Wenn wir erfolgreich sind, steht jeder Einzelne im Blickpunkt."

Und das will Vranckx (Vertrag bis 2025) weiterhin tun - und gern auch im Wechselspiel zwischen defensiver Mittelfeldrolle und Torgefahr in der Offensive. "Ich mag beides", sagt er, "also ist das kein Problem für mich."

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