03. Februar 2022 / 17:52 Uhr

Weghorst und Co.: So geht's für die Ex-Wolfsburger bei ihren neuen Klubs los

Weghorst und Co.: So geht's für die Ex-Wolfsburger bei ihren neuen Klubs los

Marvin Sonnemann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vor ihren Premieren für die neuen Klubs: Die Ex-VfLer  Daniel Ginczek (Fortuna Düsseldorf), Wout Weghorst (FC Burnley) und Josuha Guilavogui (Girondins Bordeaux).
Vor ihren Premieren für die neuen Klubs: Die Ex-VfLer  Daniel Ginczek (Fortuna Düsseldorf), Wout Weghorst (FC Burnley) und Josuha Guilavogui (Girondins Bordeaux). © f95 / burnleyfc / girondins
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Kurz vor Transferschluss verließen mit Wout Weghorst, Josuha Guilavogui und Daniel Ginczek drei Routiniers den VfL Wolfsburg. Bereits an diesem Wochenende könnte das Trio sein Debüt bei seinem neuen Klub feiern.

Beim VfL Wolfsburg war kurz vor Ende des Winter-Transferfensters einiges los. Mit Wout Weghorst, Josuha Guilavogui und Daniel Ginczek verließen gleich drei namhafte Spieler die VW-Stadt. Während sich Weghorst seinen „Traum, in der Premier League zu spielen“, erfüllt hat, zog es Guilavogui zurück in seine französische Heimat. Für Ginczek hingegen ging es eine Liga tiefer zu Fortuna Düsseldorf. Alle drei könnten am Wochenende ihren Einstand bei ihrem neuen Klub geben.

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Weghorst soll „Bereicherung“ sein

Los geht's am Samstagabend. Dann trifft Weghorst mit dem FC Burnley, Tabellenletzter der Premier League, auf den Vorletzten FC Watford (19 Uhr, live bei Sky). Bis zu 17 Millionen Euro ließen sich die „Clarets“ ihren Neuzugang kosten, der nach dem Abgang von Chris Wood (wechselte zu Newcastle United) nun die vakante Stelle in der Sturmspitze füllen soll und mit einem Marktwert von 20 Millionen Euro (transfermarkt.de) der drittwertvollste Profi im Kader ist. Den 29-Jährigen hatte Burnley laut Trainer Sean Dyce „schon länger auf dem Zettel“ und er könne „eine Bereicherung für Burnley“ sein. Das sollte er auch, schließlich findet sich Weghorst nun statt im deutschen im englischen Abstiegskampf wieder - und muss dafür sorgen, dass die nach Norwich City harmloseste Offensive der Liga (16 Tore in 18 Liga-Partien) endlich ins Rollen kommt.

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Ginczek will "sehen, was Sinn macht"

Ginczek ist gespannt, ob er am Sonntag dabei ist, wenn sein neuer Klub Fortuna Düsseldorf um 13.30 Uhr (live bei Sky) bei Holstein Kiel ran muss. „Ich stehe da in einem ganz offenen Austausch mit dem Trainer, und wir werden am Ende der Woche schauen, was am meisten Sinn macht", so der Neuzugang. Ein Startelf-Einsatz hängt vor allem davon ab, wie fit sich der 30-Jährige präsentiert. Immerhin kam er in der bisherigen Saison nur auf magere 13 Spielminuten in drei Kurzeinsätzen. Fortuna-Chefcoach Christian Preußer weiß aber, was er an seinem Neuzugang hat. Nicht nur dessen Erfahrung von 120 Bundesliga-Partien (davon 55 für den VfL) soll den Düsseldorfern helfen, „auch dank seiner Physis“ bekomme man mehr Offensivoptionen. Die braucht es auch, schließlich stehen die Düsseldorfer nur auf Platz 15 in direkter Nähe zu den Abstiegsplätzen. Angst, ab Sommer noch eine Liga tiefer gehen zu müssen, hat Ginczek aber nicht: Damit beschäftigte ich mich nicht, das ist völlig egal – das werden wir schaffen! Mein Ziel ist zu helfen“, ließ er selbstbewusst bei Bild verlauten. Nach dem Abgang von Dawid Kownacki ist zudem eine Planstelle in der Offensive frei geworden.

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Guilavogu will "die Abwehr stabilisieren"

Auch für Ex-VfL-Kapitän Josuha Guilavogui geht es bei seinem neuen Arbeitgeber um den Klassenerhalt. Bei Girondins Bordeaux, derzeit Tabellen-17. mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang, soll der 31-Jährige die Defensive verstärken. 53 Gegentore in 22 Partien sind der schlechteste Wert aller Ligue-1-Teams. Dessen ist sich auch Guilavogui bewusst: „Wir haben viel Qualität, aber Bordeaux bekommt zu viele Gegentore. Ich bin hergekommen, um die Abwehr zu stabilisieren“, sagte der ehemalige Wolfsburger. In Bordeaux sind sie zumindest überzeugt davon, dass der Routinier eine sofortige Hilfe sein wird. „Jeder kennt seine Stärken als Spieler, ganz zu schweigen von seiner Charakterstärke“, lobte Sportdirektor Admar Lopez bei dessen Vorstellung. „Josuha wird uns sofort das geben, was uns seit Beginn der Saison gefehlt hat.“ Sofort könnte in diesem Fall an diesem Sonntag bedeuten. Dann nämlich muss Bordeaux beim Tabellen-14. Stade Reims (Anpfiff um 15 Uhr, live bei DAZN) ran.

Daneben verließen auch Jannis Lang (Erzgebirge Aue), Marvin Stefaniak (Würzburger Kickers) und Admir Mehmedi (Antalyaspor) die Wolfsburger im Januar. Sie allerdings trainieren schon länger bei ihren neuen Arbeitgebern, Stefaniak und Mehmedi (zuletzt beim 0:0 gegen Gaziantep erstmals in der Startelf) haben sogar schon jeweils drei Partien in ihren neuen Farben absolviert. Lang wartet hingegen noch darauf, sein Debüt für Aue und damit im Profifußball zu geben.