21. Mai 2021 / 17:24 Uhr

Werder-Endspiel gegen Gladbach: Das erwarten die Ex-Nationalspieler Per Mertesacker und Christoph Kramer

Werder-Endspiel gegen Gladbach: Das erwarten die Ex-Nationalspieler Per Mertesacker und Christoph Kramer

Imre Grimm
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die 2014er-Weltmeister Per Mertesacker und Christoph Kramer stimmen auf das Saisonfinale zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach ein.
Die 2014er-Weltmeister Per Mertesacker und Christoph Kramer stimmen auf das Saisonfinale zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach ein. © IMAGO / RHR-Foto / Eibner / Moritz Müller (Montage)
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Am letzten Bundesliga-Spieltag geht es im Duell zwischen Bremen und Mönchengladbach für die Hausherren um den Klassenerhalt und für die Gäste um die Conference League. Vor dem Spiel hat der SPORTBUZZER von Werder-Ikone Per Mertesacker und Borussia-Profi Christoph Kramer eine Prognose eingeholt. 

Für Werder Bremen steht am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach alles auf dem Spiel. Nur mit einem Heimsieg am letzten Bundesliga-Spieltag wäre der direkte Abstieg garantiert vom Tisch und zumindest - wie bereits im Vorjahr (gegen Heidenheim) - Relegationsrang 16 sicher. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage müssen die Grün-Weißen (31 Punkte) auf Ausrutscher der Konkurrenten Arminia Bielefeld (32 Punkte) und 1. FC Köln (30 Punkte) hoffen. Vor dem Abstiegsendspiel der Bremer haben Ex-Werder-Profi Per Mertesacker und Gladbach-Spieler Christoph Kramer im Gespräch mit dem SPORTBUZZER über ihre Erwartungen an dieses wichtige Spiel gesprochen.

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Ex-Nationalspieler Mertesacker, der von 2006 bis 2011 in Diensten der Bremer stand, blickt mit "großer Hoffnung" auf das erste Spiel unter Trainer-Rückkehrer Thomas Schaaf, das vor den Augen von 100 Vereinsmitarbeitern im Weserstadion angepfiffen wird. "Der Verein und die handelnden Personen liegen mir sehr am Herzen: Frank Baumann, Clemens Fritz, jetzt Thomas Schaaf und der Co-Trainer Wolfgang Rolff – da fühle ich mich zurückversetzt in die alte Zeit mit ihren alten Schlachten", erinnert sich der 36-Jährige.

Mertesacker setzt auf Schaafs Energie und Klarheit

Mertesacker wünscht sich, dass Schaaf mit seiner Energie und Klarheit noch etwas erreichen kann. Auf Geschenke von Borussia Mönchengladbach darf der frühere SVW-Verteidiger hingegen nicht hoffen, wie Gladbach-Profi Christoph Kramer vor dem Spiel bestätigt. Der Mittelfeldspieler, der 2014 an der Seite von Mertesacker mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurde, sieht nicht nur die Hausherren in der Bringschuld. "Für Bremen geht’s um Alles, für uns aber auch. Wir wollen europäisch spielen", versichert der 30-Jährige.

Zwar können sich die "Fohlen" nicht mehr für die Champions oder Europa League qualifizieren, der Sprung in die neue Europa Conference League liegt für den Tabellenachten allerdings noch im Bereich des Möglichen. Die Ausgangslage für Gladbach ist klar. "Union Berlin spielt gegen Leipzig, die dürfen nicht gewinnen, wir müssen gewinnen", fasst Kramer zusammen. Aus seiner Sicht habe die Borussia "einen Kader, dem es gut tun würde, dreimal pro Woche zu spielen statt nur einmal".

Gladbach-Profi Kramer bemängelt Ausbeute in Heimspielen

Selbst wenn der Altmeister den neuen europäischen Zusatzwettbewerb erreichen würde: Die großen Ziele konnten 2020/21 nicht erreichen werden - zumindest nicht in der Bundesliga, wie Kramer erläutert: "Wir waren zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Achtelfinale der Champions League, wir waren im Viertelfinale des DFB-Pokals – aber wir hatten in der Bundesliga am Ende eine Phase zu viel, in der wir einfach nicht gepunktet haben. Das war schon in der Hinrunde."

Der Anspruch der Gladbacher müsse laut des Weltmeisters sein, "unsere Heimspiele gegen vermeintlich kleinere Mannschaften wie Köln, Mainz, die Hertha oder Augsburg auf jeden Fall zu gewinnen". Man habe aber keinen von denen zu Hause besiegt. Der Routinier macht keinen Hehl darauf, dass das mit Blick auf die Saisonbilanz "am Ende natürlich richtig weh tut". An dieser Einschätzung dürfte selbst ein erfolgreicher Saisonausklang in Bremen - verbunden mit dem Erreichen der Europa Conference League - nichts ändern.