22. Mai 2021 / 19:22 Uhr

Thomas Schaaf nach Werder-Abstieg: "Haut uns die Beine weg" – Zeitplan für Trainer-Suche steht

Thomas Schaaf nach Werder-Abstieg: "Haut uns die Beine weg" – Zeitplan für Trainer-Suche steht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kurzzeit-Trainer Thomas Schaaf reagiert emotional auf den Abstieg von Werder Bremen – die Suche nach seinem Nachfolger läuft bereits.
Kurzzeit-Trainer Thomas Schaaf reagiert emotional auf den Abstieg von Werder Bremen – die Suche nach seinem Nachfolger läuft bereits. © IMAGO/Nordphoto
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Mit tiefer Enttäuschung versucht Werder Bremen die Bundesliga-Abstieg aufzuarbeiten. Nun hat die Suche nach einem neuen Trainer Priorität. Der Zeitplan für die Verpflichtung des Coaches steht – die Kandidatenliste offenbar auch.

Emotional angeschlagen und mit tiefem Frust hat Trainer-Rückkehrer Thomas Schaaf den Abstieg seines Herzensklubs Werder Bremen kommentiert. "Wir brauchen nicht über morgen und übermorgen zu reden. Das heute haut uns genug die Beine weg", sagte der 60-Jährige, der den Job für das letzte Saisonspiel vom entlassenen Florian Kohfeldt übernommen hatte und erlebte, wie er mit seinem Team 2:4 gegen Borussia Mönchengladbach verlor. Folge: Werder musste den 1. FC Köln in der Tabelle vorbeiziehen lassen und den Relegationsplatz noch abgeben. "Wir haben versucht, eine Wende reinzukriegen, das hat nicht funktioniert", meinte Schaaf bei Sky: "Ich hatte gehofft, so viel mitzugeben, dass sich etwas tut."

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Es tat sich zu wenig. Nach 41 Jahren geht es für den einstigen Champions-League-Stammgast aus Bremen künftig eine Klasse tiefer weiter. Sport-Geschäftsführer Frank Baumann gab unmittelbar nach Schock die direkte Rückkehr ins Oberhaus als Ziel aus. "Heute ist natürlich erst einmal die brutale Enttäuschung da", sagte der Manager und sprach auch von "großer Trauer" und "ein Stück weit Wut". Auch wegen der dramatischen finanziellen Situation steht der Klub vor einer sehr ungewissen Zukunft. "Das muss man auch erst mal sacken lassen", sagte Baumann.

Er kündigte aber auch an, schnelle Entscheidungen in der Trainer-Frage oder bei der Zusammenstellung des Kaders für die 2. Liga treffen zu wollen. "Wir müssen uns so aufstellen, dass wir in der Lage sind, direkt wieder aufzusteigen", meinte Baumann und scheint das Augenmerk zunächst auf die Suche nach einem Coach zu legen. "Wir haben schon erste Gespräche geführt", sagte Baumann. Bis "Ende Mai, Anfang Juni" soll der neue Mann gefunden sein. "Das ist eine ganz, ganz wichtige Personalie, von daher gilt es, den Prozess gründlich abzuarbeiten", sagte Baumann. "Aber wir haben keine Zeit zu verlieren." Er selbst wolle beim Neuaufbau helfen, betonte der Ex-Profi. Er spüre nach wie vor das Vertrauen des Aufsichtsrates.