24. April 2021 / 18:52 Uhr

Werder Bremen wie ein Absteiger bei Union Berlin - Kohfeldt schimpft: "Kompletter Blackout"

Werder Bremen wie ein Absteiger bei Union Berlin - Kohfeldt schimpft: "Kompletter Blackout"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Trainer Florian Kohfeldt war mit der Leistung seiner Mannschaft bei Union Berlin nicht einverstanden.
Werder-Trainer Florian Kohfeldt war mit der Leistung seiner Mannschaft bei Union Berlin nicht einverstanden. © IMAGO/Nordphoto
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Werder Bremen rutscht immer tiefer in den Tabellen-Keller der Bundesliga: Gegen Union Berlin spielte der SVW wie ein Absteiger. Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich nach Abpfiff bedient. An einen Rücktritt denkt der Werder-Coach nicht.

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Noch drei Spieltage in der Bundesliga - und Werder Bremen steckt plötzlich mittendrin im Abstiegskampf. Nur noch ein Punkt trennt die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt vom aufstrebenden 1. FC Köln auf dem Relegationsrang. Es müssen dringend Siege her: Platz 14 mit 30 Punkten kann im Saison-Schlussspurt ein gefährlicher Trugschluss sein, denn Arminia Bielefeld (30 Punkte) als 15. und Hertha BSC (26) auf dem 17. Platz haben ein und drei Spiele weniger absolviert. Die zweite Teilnahme an der Abstiegs-Relegation in Folge droht - oder vielleicht sogar der direkte Gang in die zweite Liga? Die Leistung der Bremer bei der 1:3-Niederlage gegen Union Berlin war jedenfalls phasenweise eines Bundesligisten nicht würdig. Kohfeldt fand nach der Partie bei Sky klare Worte.

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"Wir hatten in der zweiten Halbzeit in den ersten 15 Minuten einen kompletten Blackout", schimpfte der Trainer nach der siebten Niederlage in Folge. Die Leistung der Mannschaft sei "der Situation nicht angemessen" gewesen. "Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht. Es liegt nicht daran, dass die Jungs nicht wollen. Wir sind nicht griffig geworden, nicht zwingend geworden." Der Hattrick von Joel Pohjanpalo (50./53./67. Minute) innerhalb von 17 Minuten traf die Bremer hart. Auch der späte Treffer von Theodor Gebre Selassie (82.) änderte daran nichts. "Heute muss ich sagen, dass die Leistung nicht ausreichend war. Gegen Leverkusen müssen wir gewinnen, es geht nicht anders", so der Coach.

Am kommenden Spieltag empfängt Werder die Werkself aus Leverkusen, Augsburg und Gladbach sind dann die letzten Gegner in dieser Bundesliga-Saison. "Wir sind in einer sehr kribbeligen Phase. Die Situation ist sehr gefährlich. Wir müssen alles tun, um schnell wieder zu punkten", so Kohfeldt. Hertha BSC könnte bei drei Nachholspielen noch an Werder vorbeiziehen. "Es ist eine sehr schlechte Situation, die wir mit aller Kraft bekämpfen müssen", sagte Kohfeldt.

An einen vorzeitigen Rücktritt denkt der Coach nicht. "Es geht nur um Werder Bremen. Ich kann für mich ausschließen, dass ich weglaufe", beteuerte Kohfeldt nach dem 1:3. Der 38-Jährige betonte, dass er "das Vertrauen aller Vereinsvertreter" spüre. Sollte dies anders gesehen werden, würde er seinen Platz freimachen, so der Trainer weiter. Aber: "Ich werde kämpfen, diesen Verein in der Liga zu halten", versprach er.