12. April 2021 / 15:13 Uhr

Wie weiter im Thüringenpokal: ZFC Meuselwitz und Carl Zeiss Jena könnten Endspiel austragen

Wie weiter im Thüringenpokal: ZFC Meuselwitz und Carl Zeiss Jena könnten Endspiel austragen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wer darf Thüringen in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde vertreten? Der ZFC Meuselwitz (rot) und der FC Carl Zeiss Jena könnten ein „Endspiel“ austragen.
Wer darf Thüringen in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde vertreten? Der ZFC Meuselwitz (rot) und der FC Carl Zeiss Jena könnten ein „Endspiel“ austragen. © Mario Jahn
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Auf einer Videokonferenz haben der Thüringer Fußballverband und alle im Thüringenpokal noch vertretenen Vereine nach einer Lösung gesucht, wie der laufende Wettbewerb abgeschlossen werden kann. So könnten die beiden Regionalligisten ZFC Meuselwitz und FC Carl Zeiss Jena ein Finale bestreiten. Allerdings plädierten zwei Vereine für ein anderes Modell.

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Altenburger Land. In einer sehr sachlichen Runde, die fast eineinhalb Stunden dauerte, haben der Spielausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) unter Leitung seines Vorsitzenden Sven Wenzel mit allen 32 Vereinen gesprochen, die momentan noch im Landespokal vertreten sind. An der Videokonferenz nahm auch Bertram Schreiber, der TFV-Vizepräsident für Spielbetrieb und Recht, teil. Das wichtigste Resultat der virtuellen Zusammenkunft, in der sich das spielleitende Organ ein Stimmungsbild zum Pokal verschaffen wollte, lautet: Die Tendenz der Meinungsäußerungen geht in die Richtung, dass der Pokalsieger der Saison 2020/2021 zwischen dem ZFC Meuselwitz und Carl Zeiss Jena ermittelt werden soll.

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TFV will Vertreter im DFB-Pokal

Zunächst erläuterte Wenzel die für den Landespokal zu beachtenden Rahmenbedingungen. Denn die gültige Corona-Verordnung des Landes sieht bis zum 24. April keinen Trainings- und Wettkampfbetrieb im Amateursport vor. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält darüber hinaus am so genannten „Pokaltag der Amateure“ fest, der am 29. Mai 2021 ausgetragen werden soll. Außerdem steht mit dem 1. Juli 2021 der Meldetermin für einen Landespokalgewinner an den DFB fest.

Weiteres zur Regionalliga Nordost und zum ZFC Meuselwitz

Ziel müsse es sein, so der TFV-Spielobmann, dass Thüringen in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde vertreten sei. Das sei sowohl eine Frage des Images als auch der Finanzen, bekräftigte Sven Wenzel. Mit dem FC Carl Zeiss Jena und dem ZFC Meuselwitz dürfen zurzeit nur zwei Fußballmannschaften des TFV trainieren. Mit großer Sicherheit würden die Pokalspiele – einschließlich des Finals – ohne Zuschauer ablaufen.



In einer Übersicht präsentierte der Ausschussvorsitzende dann drei Varianten für den Spielbetrieb. Auf Grund der Terminlage erweist sich wahrscheinlich nur die Variante C, die vorsieht, dass die beiden Regionalligisten das Endspiel austragen, als realistisch. Die Termine der ersten Variante (9. Mai, 15. Mai, 19. Mai, 29. Mai) und auch der zweiten (15. Mai, 22. Mai, 29. Mai) seien auch deshalb kaum haltbar, weil die Vereine eine Mindestvorbereitungszeit von vier Wochen benötigen.

Abfindung von 2000 Euro vorgesehen

Die 30 übrigen Vereine sollen finanziell entschädigt werden, wobei die Vertreter aus Meuselwitz und Jena signalisierten, dass sie deren Anteil so erhöhen würden, dass jeder Verein 2000 Euro bekommt. Die Mehrheit der Redner, die anschließend das Wort ergriff, war dafür, dass die beiden Regionalligisten das Finale austragen sollten. Andere Gedanken vertraten zwei Vereine. So wurde von einem Vertreter vorgeschlagen, den Wettbewerb im Zeitraum vom 30. Mai bis 27. Juni auszutragen. Ein anderer Verein erklärte sich bereit, aus dem Individualtraining heraus sofort in den Wettbewerb einzugreifen.

Sowohl die Vertreter des FC Carl Zeiss als auch des ZFC Meuselwitz bedauerten, dass aufgrund der behördlichen Verfügungen die kleineren Vereine wohl nicht die Möglichkeit bekommen, im Landespokal zu spielen. Bertram Schreiber sagte abschießend: „Natürlich befriedigt die Lösung nicht alle, aber sie ist wohl unter den schlechten Vorschlägen noch die beste. Es ist ein Kompromiss, wobei wir wissen, dass wir es nicht jedem Recht machen können.“

Sven Wenzel erläuterte danach die weitere Verfahrensweise. So wurden nochmals alle 32 Landespokalteilnehmer schriftlich abgefragt. Jetzt solle der Spielausschuss bis zum 16. April eine Beschlussvorlage entwerfen, über die der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes am 19. April in seiner nächsten Sitzung befindet. Dann geht es sowohl um die Punkt- als auch die Pokalspiele.

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