26. Februar 2021 / 18:12 Uhr

Willi Müller: "Ich trete in große Fußstapfen von Kerstin Paech"

Willi Müller: "Ich trete in große Fußstapfen von Kerstin Paech"

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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Der neue Leichtathletik-Abteilungsleiter Willi Müller (l.) mit Talent Willy Tuttas.
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Der 22 Jahre alte Student aus Bergfelde ist neuer Abteilungsleiter Leichtathletik beim SV electronic Hohen Neuendorf und will an die Erfolge seiner Vorgängerin anknüpfen.

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Die Wahl ist entschieden. Seit Freitag, dem 12. Februar 2021, ist der 22 Jahre alte Willi Müller der neue Abteilungsleiter der Leichtathleten beim SV electronic Hohen Neuendorf (MAZ berichtete). Der in Berlin-Buch geborene Müller übernahm das Amt von Kerstin Paech, die dieses seit 1985 inne hatte. Doch nun sah Kerstin Paech die Zeit für einen Schritt in die zweite Reihe gekommen. „Ich trete in große Fußstapfen von Kerstin Paech. Das ist mir bewusst“, sagt Müller. „Ich habe mich riesig über die Wahl gefreut. Es ist mir eine Ehre.“

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Es wurde aber nicht nur Willi Müller gewählt. In die Abteilungsleitung sind noch seine Vorgängerin Kerstin Paech als Stellvertreterin sowie Angela Schoch (Kassenwart) gewählt worden. Das Trio wurde einstimmig von den Mitgliedern berufen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie fand die Mitgliederversammlung virtuell statt. „Am Ende lief alles reibungslos“, sagte Kerstin Paech, die nach wie vor als Trainerin in Hohen Neuendorf weitermachen wird und auch den neuen Abteilungsleiter nach bestem Wissen tatkräftig unterstützten will. Dabei sind Müller sowie die beiden weiteren Mitglieder der Abteilungsleitung für die nächsten drei Jahre gewählt worden.

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Willi Müller, der in Bergfelde aufgewachsen ist, ist kein unbekanntes Gesicht im Verein. Denn der derzeitige Student ist seit zehn Jahren Mitglied beim SV electronic, war früher als Athlet selbst für den Club aus Hohen Neuendorf erfolgreich. Die Leidenschaft von Müller für den Leichtathletiksport begann bereits 2010, als er beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Hochsprung gewann. „Diese Disziplin hat mir sehr viel Freude bereitet und ich bin dann im Sprungbereich geblieben“, so der neue Abteilungsleiter des Vereins. „Doch mit 15, 16 Jahren habe ich dann etwas den Anschluss an die restlichen Athleten verloren.“

Müller: "Primär die Abteilung stabilisieren

Der junge Mann, dem es schon früh Spaß machte, „Verantwortung zu übernehmen“, wie er sagt, startete alsbald seine Trainerkarriere im Nachwuchs, übernahm die erste Gruppe im Verein und fand Gefallen an der Arbeit. Seine ersten Trainerfahrungen sammelte er dabei in einer Nachwuchsgruppe von Kerstin Paech. Zusätzlich ist Willi Müller seit zwei Jahren bereits stellvertretender Vorsitzender des Gesamtvereins, hat seit vergangenem Freitag aber noch mehr die Augen auf die Abteilung Leichtathletik gerichtet. „Es gilt primär, die Abteilung zu stabilisieren, da uns einige Trainer verlassen haben. Wir wollen die Strukturen stabilisieren und hoffentlich bald zurück zum Alltag finden“, sagt Müller.

227 Mitglieder zählt die Abteilung

Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 227 Mitglieder in der Abteilung. Es gibt neun verschiedene Trainingsgruppen (U6 m/w, U8 m/w, U10 m/w, U12 m, U12 w, U14 m, U14w, U16 m/w, U18) sowie Senioren und auch Freizeitsportler. Zusätzlich finden sich im Verein eine Wurftrainingsgruppe und zwei Stabhochsprung-Gruppen. Zum Jahreswechsel zählte die Abteilung 20 aktive Trainer und Übungsleiter. Der 22 Jahre alte Müller ist nicht nur im Ehrenamt im Sport zu Hause, sondern sieht dort auch seine berufliche Zukunft. Derzeit studiert er in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam und will später Sport- und Politiklehrer werden.„Ich kann mir die Zeit ja frei einteilen und werde die Aufgaben im Verein und auch im Studium gewissenhaft erledigen“, so der Oberhaveler. Dabei ist sich Willi Müller der Verantwortung bewusst, weiß um die Bedeutung des Hohen Neuendorfer Leichtathletik-Standortes auf Landesebene und die „sehr erfolgreiche Zeit“, wie er sagt.

Nun will Willi Müller das Werk von Kerstin Paech weiterführen. Vielleicht etwas anders, aber mit dem gleichen Ziel: Nämlich, am Ende eine erfolgreiche Ausbildung des Nachwuchses und Talente zu entwickeln. „Wir hoffen, dass es die Corona-Pandemie zulässt und wir bald wieder mit dem Trainingsbetrieb starten können“, so Willi Müller. „Ich hoffe, es kommt dann einiges Gutes auf den Verein zu.“