11. April 2021 / 21:38 Uhr

Wohlfühlklima in der Luckenwalder DLRG-Vereinsfamilie

Wohlfühlklima in der Luckenwalder DLRG-Vereinsfamilie

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Nur individuelles Athletiktraining auf dem Trockenen ist derzeit für die Luckenwalder DLRG-Sportler möglich: Hier zu sehen Daniel Kuhrmann mit seinen Kindern Jette und Michel auf dem Sportplatz Mozartstraße direkt am Zaun der Fläming-Therme, die wegen der Pandemie geschlossen ist.
Nur individuelles Athletiktraining auf dem Trockenen ist derzeit für die Luckenwalder DLRG-Sportler möglich: Hier zu sehen Daniel Kuhrmann mit seinen Kindern Jette und Michel auf dem Sportplatz Mozartstraße direkt am Zaun der Fläming-Therme, die wegen der Pandemie geschlossen ist. © Frank Neßler
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Vor zehn Jahren: Im April 2011 wurde Daniel Kuhrmann zum Vorsitzenden des DLRG-Stadtverbandes Luckenwalde gewählt. Mit 34 Jahren hatte er Verantwortung übernommen.

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"Aufgrund einer sportlich erfolg- und erlebnisreichen sowie freundschaftlichen und sehr kameradschaftlichen Zeit in meiner Jugend und während der Zeit meines Erwachsenwerdens, wollte ich dankbar etwas zurückgeben“, erinnert sich Daniel Kuhrmann an seine Beweggründe, den Vorsitz im DLRG-Stadtverband Luckenwalde zu übernehmen. Zehn Jahre ist das jetzt her.

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Im April 2011 wurde er zum Vorsitzenden des DLRG-Stadtverbandes Luckenwalde gewählt. Das Amt übernahm Kuhrmann vom einstigen Weltklasse-Kugelstoßer Heinz-Joachim Rothenburg, der die Geschicke des Vereins zuvor acht Jahre lenkte. „Verjüngungsprozess eingeleitet“, unter dieser Überschrift berichtete die MAZ vor zehn Jahren über die Wahl von Kuhrmann bei der DLRG Luckenwalde. Er war zu der Zeit einer der jüngsten Vereinsvorsitzenden in der TF-Kreisstadt. Mit gerade einmal 34 Jahren hatte Kuhrmann Verantwortung übernommen.

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Für ihn war es kein Sprung ins kalte Wasser. „Ich habe mich damals sehr wohlgefühlt und mich in einer harmonischen Sportfamilie wiedergefunden“, erzählt Kuhrmann. Er selbst war bereits einige Jahre als Trainer im Verein tätig. Mit der Wahl zum DLRG-Vorsitzenden wollte er die gute Arbeit seiner Vorgänger fortführen sowie neue Impulse setzen. Wichtig für ihn dabei, das Gemeinschaftsgefühl sollte durch ein vielseitiges Vereinsleben gefördert werden. Ihm war klar, dass alle Bereiche des DLRG-Stadtverbandes Luckenwalde – zu ihnen gehören die Schwimm- und die Rettungsschwimmerausbildung sowie der Breiten- und der Wettkampfsport – dafür die gleiche Priorität besitzen müssen. Der satzungsgemäße oberste Zweck der Luckenwalder Rettungsschwimmer bleibt dabei die Bekämpfung des Ertrinkungstodes.

„Jeder soll sich wohlfühlen und mit dem Verein identifizieren können“, so das Motto von Kuhrmann. Dazu gehören für ihn gute sportliche Leistungen, denn damit wird der DLRG-Stadtverband vor allem in der Öffentlichkeit wahr genommen. Eine fundierte Ausbildung der Trainer sowie eine stetige Trainernachwuchsgewinnung sind für ihn die Grundlage dafür. Wichtig sind jedoch auch eine gute Zusammenarbeit mit anderen Luckenwalder Sportvereinen sowie die Sicherstellung einer wirtschaftlich stabilen und unabhängigen Vereinsfinanzierung. „Bisher hat dies alles sehr gut geklappt“, bilanziert Kuhrmann nach zehn Jahren im Ehrenamt. Ein breit aufgestelltes Vorstandsteam übernimmt nach seinen Worten eigenverantwortlich viele Aufgabenbereiche. Eine von Anfang an sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

Das Vereinsleben der Luckenwalder Rettungsschwimmer ist normalerweise bunt und vielseitig. Zu den jährlichen Höhepunkten in nicht Coronazeiten zählen die DLRG-Vereinsgala – ein gesellschaftliches Ereignis in der TF-Kreisstadt – die Ausrichtung von Wettkämpfen, das Weihnachtsschwimmen und das Weihnachtskegeln sowie Skatturniere und Sommerfeste. Dazu kommen noch zahlreiche von den einzelnen Trainingsgruppen des Vereins organisierte Veranstaltungen.

Sein persönliches Highlight in den zurückliegenden zehn Jahren war die Ausrichtung der Deutschen Seniorenmeisterschaften 2016 in der Fläming-Therme. „Ein riesiges Projekt für uns alle“ erzählt Kuhrmann, „ich bin sehr stolz auf unsere Vereinsmitglieder, dass wir es gemeinsam sehr erfolgreich gestaltet haben“.

Der DLRG-Stadtverband Luckenwalde hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren positiv entwickelt. Gab es 2011 knapp über 400 Vereinsmitglieder, ist ihre Zahl bis Ende Dezember 2020 auf 555 angestiegen. Etlichen Kindern wurde das Schwimmen beigebracht. In den Jahren von 2011 bis 2020 wurden insgesamt 1639 Seepferdchen abgenommen. Hinzu kommt in diesem Zeitraum die Ausbildung von 564 Rettungsschwimmern bei der DLRG Luckenwalde. Im Verein gibt es 27 lizenzierte Trainer und 16 Assistenten, die am Beckenrand helfend zur Seite stehen. „Grundlage für dies alles ist die gute Zusammenarbeit mit der Stadt sowie mit der Fläming-Therme“, erklärt Kuhrmann, der auch auf die erfolgreiche Entwicklung mit vielen Medaillengewinnern und zahlreichen Bundeskaderathleten im sportlichen Bereich des Vereins verweist. Durch den Lockdown gibt es jedoch für die Luckenwalder Rettungssportler seit Monaten keine Möglichkeit mehr, im Wasser zu trainieren. Dennoch ist Kuhrmann zuversichtlich: „Nach den notwendigen Corona-Maßnahmen hoffe ich weiter auf diese gemeinschaftliche, starke, anpackende Mentalität im Verein, so dass wir den Neuanfang nach Corona als Chance begreifen und das Vereinsleben wieder aktivieren und neue Ideen erfolgreich umsetzen können.“