18. September 2022 / 22:09 Uhr

Wolfsburg-Boss Schmadtke ruft Abstiegskampf aus – Zorniger Kovac steht "nicht in Frage"

Wolfsburg-Boss Schmadtke ruft Abstiegskampf aus – Zorniger Kovac steht "nicht in Frage"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wolfsburg-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (links) spricht Trainer Niko Kovac das Vertrauen aus.
Wolfsburg-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (links) spricht Trainer Niko Kovac das Vertrauen aus. © IMAGO/osnapix/Christian Schroedter (Montage)
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Der VfL Wolfsburg beendet den letzten Spieltag vor der Länderspielpause auf Abstiegsrang 17. Gegen Union Berlin ließen die Niedersachsen einmal mehr viel vermissen. "Wölfe"-Geschäftsführer Jörg Schmadtke erwartet ein weiteres Jahr im Abstiegskampf. Der erst im Sommer verpflichtete Trainer Niko Kovac steht aber nicht zur Debatte.

Für diese Leistung hatte Niko Kovac absolut kein Verständnis. Seelenlos ergab sich der VfL Wolfsburg beim 0:2 bei Union Berlin seinem Schicksal und ließ seinen Trainer alt aussehen, fast schon beschämt schaute der erst im Sommer verpflichtete Coach mit leerem Blick nach Abpfiff zu Boden – nur um wenig später seine Mannschaft verbal komplett zu zerlegen: "Wir haben es von der ersten Minute nicht verstanden, mit Leidenschaft, Herz und Kampf zu spielen. Wir wollten das heute auch bringen, haben es aber nicht geschafft", rechnete Kovac mit seiner Mannschaft ab (Zitate via Wolfsburger Allgemeine Zeitung, die wie der SPORTBUZZER dem RedaktionsNetzwerk Deutschland angehört).

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Nach dem ersten Ligasieg vor einer Woche gegen Eintracht Frankfurt (1:0) kassierten die "Wölfe" direkt wieder einen Rückschlag und rutschten sogar auf den direkten Abstiegsplatz 17 ab. Der ausgebootete Max Kruse, erst im Winter unter viel Aufsehen von Berlin nach Wolfsburg gewechselt, wurde bei der Partie gegen seinen Ex-Klub nicht im Stadion gesichtet. "Ohne Kruse habt ihr keine Chance", sangen die Union-Fans spöttisch. Kovac, gebürtiger Berliner, hatte schon vor der Partie vor Unions Intensität gewarnt – und dennoch schienen seine Spieler davon zunächst überrascht. Zum Zorn ihres Trainers: "Wir sind einfach nicht bereit, die Basics abzurufen", wütete Kovac, "Leidenschaft, Bereitschaft, Aufopferung – ich habe bereits nach einer Minute gesehen, dass das nicht passiert."

Doch wie lange darf Kovac noch zusehen? Laut Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke steht die Trainerposition nicht zur Debatte. Auf die Frage, wie groß das Vertrauen in den Coach sei, sagte Schmadtke ohne zu zögern: "Groß. Wir stellen den Trainer nicht in Frage. Und wir stellen ihn auch nicht in den Wind." Der Wolfsburg-Boss forderte eine gemeinsame Kraftanstrengung und rief gleichzeitig den Abstiegskampf aus: "Wir müssen da gemeinschaftlich rauskommen. Deswegen gibt es da keine Diskussion", stellte Schmadtke klar. Mit fünf Punkten aus sieben Spielen belegt der VfL hinter den punktgleichen Teams aus Leverkusen und Stuttgart wegen der schlechteren Tordifferenz den ersten direkten Abstiegsrang.

Kovac hofft auf einen Turnaround nach der Länderspielpause. Dann wartet zu Hause der VfB Stuttgart, im Anschluss geht es zum FC Augsburg. Der kroatische Ex-Nationalspieler ist davon überzeugt, dass er seine Mannschaft wieder auf Kurs bringen kann. "Wir kriegen das hin. Notfalls müssen mein Bruder und ich spielen", scherzte Kovac.

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