25. Januar 2022 / 18:28 Uhr

Wolfsburg-Frauen: U20-Talent Klensmann darf sich bei den Profis zeigen

Wolfsburg-Frauen: U20-Talent Klensmann darf sich bei den Profis zeigen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder mehr Optionen: Alexandra Popp ist zurück bei den VfL-Frauen, Paula Klensmann (kl. Bild) aus der U20 darf bei den Profis mittrainieren.
Wieder mehr Optionen: Alexandra Popp ist zurück bei den VfL-Frauen, Paula Klensmann (kl. Bild) aus der U20 darf bei den Profis mittrainieren. © Roland Hermstein/Imago
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Rückrundenstart in der Frauenfußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg startet mit dem Nachholspiel gegen Turbine Potsdam und versprüht auch wegen der verbesserten Personallage großen Optimismus.

Es geht wieder los: Am Samstag (14 Uhr) starten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg mit dem Bundesliga-Nachholspiel gegen Turbine Potsdam in die Rückrunde. Nach dem 1:2 im einzigen Test der Vorbereitung gegen Eintracht Frankfurt wartet mit dem Tabellenfünften direkt eine Herausforderung auf den Vizemeister. Spielerisch gibt es beim VfL noch Luft nach oben, aber der Optimismus ist groß. Mit Sara Doorsoun (Frankfurt) und Sofie Svava (Real Madrid) ließ der VfL im Winter zwar zwei Spielerinnen gehen, zwingend aktiv werden muss der VfL auf dem Transfermarkt im Gegenzug aber nicht. Stattdessen darf sich dieser Tage ein Youngster aus dem eigenen Nachwuchs zeigen.

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"Zum einen haben wir jetzt einen Ticken weniger Spiele, zum anderen haben wir perspektivisch entschieden", erklärt VfL-Trainer Tommy Stroot, warum der VfL nicht unbedingt nachrüsten muss und betont: "Für beide Spielerinnen hat sich eine Möglichkeit aufgetan, die für sie interessant war - aber auch wirtschaftlich für uns. Und dann muss man drüber sprechen." Der VfL stimmte den Wechseln zu, Bauchschmerzen hat Stroot deswegen nicht: "Wir können und wollen das auffangen." Mit Lynn Wilms verpflichteten die Niedersächsinnen bereits letzten Sommer eine flexible Abwehrspielerin, die nach Rückenproblemen jetzt zu einhundert Prozent fit ist und Doorsoun eins zu eins ersetzen kann. Dazu rückten mit der Langzeitverletzten Alexandra Popp, Rebecka Blomqvist und Neuzugang Sveindis Jonsdottir drei weitere Spielerinnen zurück zur Mannschaft, die problemlos den linken Flügel besetzen können, wo Svava sich am wohlsten fühlte.

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Und da, so Stroot, "haben wir in der Breite gar nicht viel verloren, sondern gehen noch mit einem Plus aus der Situation raus". Mit Paula Klensmann wurde zudem ein Talent aus der U20 hochgezogen. Die Abwehrspielerin wird sich fortan in der Profi-Mannschaft zeigen dürfen, bereits beim Testspiel gegen Frankfurt kam die gebürtige Hamelnerin zu einem Kurzeinsatz. Die 19-jährige Verteidigerin war 2018 aus Jena zur U17 des VfL gekommen und wurde ein Jahr später in die U20 befördert, etablierte sich dort als Schlüssel- und Führungsspielerin. Stroot: "Sie ist bis auf Weiteres bei uns im Training dabei. Klar ist, dass sie auch noch bei den U20-Spielen dabei sein kann und auch soll." Aber: "Man sieht, dass sie Fußball spielen kann. Dementsprechend verdient sie es, bei uns dabei zu sein. Es kann durchaus sein, dass es nach der Transferphase auch so bleibt."