20. August 2021 / 13:05 Uhr

Wolfsburg-Profi Philipp beschäftigte sich mit Karriere-Ende: Darum habe ich ans Aufgeben gedacht

Wolfsburg-Profi Philipp beschäftigte sich mit Karriere-Ende: Darum habe ich ans Aufgeben gedacht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Maximilian Philipp zog sogar ein Ende seiner Laufbahn in Erwägung.
Maximilian Philipp zog sogar ein Ende seiner Laufbahn in Erwägung. © IMAGO/Hübner
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Als Offensivspieler des SC Freiburg zählte Maximilian Philipp vor knapp fünf Jahren noch zu den größten Talenten im deutschen Fußball. Nach seinen Transfers zu Borussia Dortmund und zwei Jahre später zu Dynamo Moskau erlebte der inzwischen 27-Jährige einige Rückschläge – und denkt sogar an ein vorzeitiges Karriereende. Das erklärt der Profi des VfL Wolfsburg in der Sky-Show "Meine Geschichte - das Leben von …".

Der Weg von Maximilian Philipp schien vorgezeichnet, als er den SC Freiburg im Alter von 23 Jahren verließ, um sich an etwas Größerem zu versuchen. 20 Millionen Euro und damit die zweithöchste Ablöse der Freiburger Vereinsgeschichte überwies Borussia Dortmund 2017 für den Angreifer, der perfekt ins System des damaligen BVB-Trainers Peter Bosz zu passen schien: fußballerisch stark, dynamisch, torgefährlich, schnell, flexibel einsetzbar. Doch Philipp lieferte nicht so, wie es sich die Borussen erwartet hatten.

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Oft saß der Offensivspieler nur auf der Bank, teilweise stand er nicht mal mehr im Kader. Es folgte viel Kritik von den BVB-Fans und ein negatives Medienecho. "Ich war froh, als ich wieder zu Hause gewesen bin. Hier hatte ich meine Ruhe und einen Ort, wo mich keiner nervt. Es war mein Rückzugsort", erzählt Wolfsburg-Profi Philipp in der Sky-Show "Meine Geschichte - das Leben von …" mit Riccardo Basile (Erstausstrahlung dieser Folge: Freitag, 21 Uhr, Sky).

Nach nur zwei Jahren im Revier verkaufte der BVB den einstigen deutschen Nachwuchs-Nationalspieler weiter an Dynamo Moskau. Dort begann eine noch schwierigere Zeit für den gebürtigen Berliner. Er habe in der russischen Hauptstadt sogar ans Aufhören gedacht. Seine Freunde und Familie hätten ihn dann aber überzeugt, die Karriere fortzusetzen. "Meine Freunde haben gesagt: 'Du bist so gut, warum sollst du aufgeben? Du bist viel besser als die meisten, zeigst es aber zu selten. Dein Talent ist unverkennbar.' Ich sollte mich zusammenreißen, die Augen öffnen und wach werden, weil ich eigentlich so gut sei. Das haben sie mir immer wieder gesagt", berichtet Philipp, der im Oktober 2020 nach etwas mehr als einem Jahr in Moskau zum VfL Wolfsburg verliehen wurde.

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Philipp ist in Wolfsburg gesetzt

Im vergangenen Sommer verpflichteten die Wölfe den Offensivspieler fest für 7,5 Millionen Euro - mit einem Vertrag bis Ende Juni 2025. "Maximilian hat den Wert für unsere Mannschaft immer wieder unter Beweis gestellt und bringt genau die Fähigkeiten mit, die wir brauchen, um weiter erfolgreich sein zu können", sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer nach dem Transfer. In mittlerweile 28 Spielen für die Wölfe kommt der 27-Jährige auf sechs Tore und zwei Vorlagen. Unter Neu-Trainer Mark van Bommel ist Philipp weiter gesetzt. Und strahlt dabei deutlich mehr als noch in Dortmund und Moskau.

Außerdem sprach Philipp in der Sky-Show über den Tod seines Vaters. Dieser starb, als der heutige Wolfsburger noch in der U19 von Energie Cottbus gekickt hatte: "Ich habe versucht, nie alleine zu sein. Ich hatte auch Schulkameraden, die sich immer um mich gekümmert haben. Ich bin nicht mehr zur Schule gegangen, dafür aber zum Schultraining und normalen Training. Ich glaube, der Fußball hat mir etwas gegeben, wo ich abschalten und auf andere Gedanken kommen konnte. Als mein Vater gestorben ist, war ich den nächsten Tag auf dem Trainingsplatz."