28. Juli 2021 / 15:25 Uhr

Wolfsburgs Otavio schwärmt von van Bommel: "Habe mit ihm schon auf der Playstation gespielt"

Wolfsburgs Otavio schwärmt von van Bommel: "Habe mit ihm schon auf der Playstation gespielt"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Schwärmt vom neuen Trainer: VfL-Linksverteidiger Paulo Otavio.
Schwärmt vom neuen Trainer: VfL-Linksverteidiger Paulo Otavio. © Roland Hermstein
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Seit vier Wochen ist Mark van Bommel nun beim VfL Wolfsburg im Amt. Die Testspiele liefen nicht besonders erfolgreich, dennoch schwärmt Linksverteidiger Paulo Otavio von der Arbeit des Niederländers.

Vier Testspiel-Niederlagen gab's zuletzt in Folge für den VfL Wolfsburg, der Saison-Start ist nur noch eineinhalb Wochen entfernt - rein von den Ergebnissen her lief die Vorbereitung beim Fußball-Bundesligisten nicht besonders erfolgreich. Dennoch schwärmt Linksverteidiger Paulo Otavio von Neu-Trainer Mark van Bommel und er ist davon überzeugt, dass der Champions-League-Teilnehmer in der neuen Spielzeit erneut unter den Top Vier landen kann.

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Seit vier Wochen bereitet van Bommel seine Mannschaft nun schon auf die neue Saison vor. Und es ist - nicht nur anhand der Ergebnisse gegen Lyon und Monaco - erkennbar, dass das Team die Handschrift des neuen Trainers immer mehr versteht und die Abläufe verinnerlicht. Die Vorbereitung ist anstrengend, aber sie trägt langsam Früchte. "Das System haben wir in den letzten beiden Testspielen schon besser verstanden, es ist ein Schritt nach vorn", findet Otavio. Die Intensität in den Einheiten sei zwar vergleichbar mit der unter Ex-VfL-Coach Oliver Glasner (jetzt Eintracht Frankfurt), "aber die Einheiten sind länger", so Otavio, der auch weiß: "Wenn du eine ganze Saison mit Qualität spielen willst, braucht man diese Vorbereitung. Wenn wir das jeden Tag machen, wird es in Zukunft nicht mehr so anstrengend sein."

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Van Bommel fordert seine Jungs ordentlich. Zwar steht seit der Rückkehr aus dem Trainingslager nur eine Einheit pro Tag auf dem Programm - aber die geht meist zwei Stunden, bei sommerlichen Temperaturen. Dennoch gefällt Otavio, was der Niederländer macht. "Er hat als Profi viele Titel geholt, hat die Erfahrung, er weiß, was wir Spieler denken. Er kann uns viel beibringen", glaubt der Linksverteidiger. "Es ist schon etwas anderes, wenn der Trainer selbst als Spieler erfolgreich war. Dann kannst du mehr darauf vertrauen, was er sagt."

Dabei hat Otavio die aktive Karriere seines jetzigen Trainer gar nicht so genau verfolgt. Kein Wunder, schließlich war der Brasilianer zu der Zeit noch recht jung und kickte in seiner Heimat. Aber an eine Sache kann sich der Außenverteidiger noch gut erinnern. "Ich habe schon mit ihm auf der Playstation gespielt", so Otavio lachend. "Das war 2006, als er mit Barcelona Meister geworden ist. Mein Lieblingsspieler war Ronaldinho. Van Bommel hat bei mir auf der Sechs gespielt. Er war etwas aggressiver im Mittelfeld, daher habe ich ihn auch aufgestellt." Vergleiche zwischen seiner Spielweise und der des ehemaligen Bayern-Stars sieht Otavio nicht, er sagt nur: "Ich bin auch aggressiv und arbeite intensiv."

Für die neue Saison hat sich Otavio schon einiges vorgenommen. Derzeit hat er die Nase vor Jerome Roussillon (Muskelverletzung im Oberschenkel) hinten links vorn. "Ich will mehr und bessere Spiele als in der vergangenen Saison machen", sagt der 26-Jährige. "Sechs Vorlagen wären super", in der abgelaufenen Saison waren ihm in 23 Partien lediglich zwei Assists gelungen. "Und mit der Mannschaft will ich besser als auf Platz vier abschneiden." Da waren die Wolfsburger in der vergangenen Spielzeit gelandet. Also ist aus seiner Sicht auch die Meisterschaft drin? "Natürlich kann das sein, das weiß man nie. Man muss Träume haben..."

Und er hat noch ein anderes Ziel vor Augen - die brasilianische Nationalmannschaft. "Wenn man da hin möchte, muss man sich mit den Besten messen", weiß Otavio, dessen Vorbilder auf der Linksverteidiger-Position die Weltstars Marcelo und Roberto Carlos sind. Das nächste Kräftemessen steht für den VfLer und seine Teamkollegen am Sonntag (18 Uhr) gegen Atletico Madrid auf dem Programm. "Ich freue mich zu sehen, wie sie unter Simeone spielen. Ich bin gespannt, was da kommt."


Guilavogui und Rexhbecaj fehlen im Training

Es war am Mittwoch etwas weniger los auf dem VfL-Trainingsplatz als noch am Tag zuvor. Denn Kapitän Josuha Guilavogui fehlte ebenso wie Elvis Rexhbecaj. Doch bei Beiden ist es nichts Schlimmeres, es handelte sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme. Erneut nicht mit auf dem Platz waren Jerome Roussillon (Muskelverletzung im Oberschenkel), Felix Nmecha (Aufbautraining) und Neuzugang Aster Vranckx (Wadenverletzung) sowie die Langzeitverletzten William und Bartosz Bialek (beide Aufbautraining nach Kreuzbandriss). Die Einheiten am Donnerstag und Freitag finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.