20. Oktober 2021 / 16:18 Uhr

Unter den Augen von Schlaudraff: Wolfsburgs U19 nach 0:3 bei RB Salzburg vor dem Aus

Unter den Augen von Schlaudraff: Wolfsburgs U19 nach 0:3 bei RB Salzburg vor dem Aus

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Da lief nicht viel zusammen: Die U19 des VfL unterlag RB Salzburg mit 0:3.
Da lief nicht viel zusammen: Die U19 des VfL unterlag RB Salzburg mit 0:3. © Roland Hermstein
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Die U19 des VfL Wolfsburg unterlag RB Salzburg in der Youth League mit 0:3. Damit steht die Mannschaft von Trainer Christian Wimmer kurz vorm Aus. Als Zuschauer vor Ort war Jan Schlaudraff.

Jetzt braucht es schon ein Wunder, wenn die U19 des VfL Wolfsburg doch noch in die K.o.-Phase der Youth League einziehen will: Knapp fünf Stunden vor den Profis war die Mannschaft von Coach Christian Wimmer im Einsatz, unterlag bei RB Salzburg mit 0:3 (0:1) und steht trotz noch drei zu absolvierenden Partien kurz vorm Aus. Unter den Zuschauern vor Ort war auch Ex-Profi Jan Schlaudraff, der bald Sportchef von VfL-Kooperationspartner SKN St. Pölten werden könnte.

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Zunächst war Schlaudraff, ein enger Vertrauter von VfL-Manager Jörg Schmadtke, in der VfL-Akademie lange als Nachfolger von Pablo Thiam gehandelt worden. Doch zuletzt war aus dem Umfeld des VfL zu vernehmen, dass es Schlaudraff nach St. Pölten verschlagen könnte. Zu Gesprächen soll der Ex-96-Spieler schon in Österreich gewesen sein. Nun schaute er sich das Spiel der Wolfsburger U19 von der Tribüne aus an und nahm die Youngster, die es möglicherweise als nächsten Schritt nach St. Pölten ziehen könnte, genauer unter die Lupe.

Szene aus dem Youth League Spiel RB Salzburg - VfL Wolfsburg, 20.10.2021, U19, Lukas Ambros (U19 VfL Wolfsburg) Zur Galerie
Szene aus dem Youth League Spiel RB Salzburg - VfL Wolfsburg, 20.10.2021, U19, Lukas Ambros (U19 VfL Wolfsburg) ©

Von Beginn an waren die Hausherren tonangebend und hatten die besseren Chancen. Die erste ganz dicke Möglichkeit hatte Federico Crescenti, als er nach einem Fehler von Maik Pörner mit der Hacke abschloss, doch VfL-Schlussmann Philipp Schulze reagierte stark. Kurz darauf hatten die Wolfsburger erneut Glück, als Jannis Lang im Sechzehner ungestüm zu Werke ging, der Schiedsrichter aber nicht auf den Punkt zeigte. Fünf Minuten vor der Pause belohnte sich RB dann aber für einen engagierten Auftritt, Justin Omoregie verwandelte einen abgefälschten Freistoß im Torwarteck - wäre der Ball nicht reingegangen, hätte es wohl Strafstoß gegeben, Matthew Meier war mit der Hand dran.


Auch nach dem Seitenwechsel kam vom VfL nicht viel, die beste Chance hatte Lukas Ambros per Kopf aus kurzer Distanz, doch RB-Keeper Adam Stejskal wehrte den Ball gerade noch auf der Linie mit dem Fuß ab. Nach etwas mehr als einer Stunde hätte Crescenti erhöhen müssen, scheiterte im Eins-gegen-eins aber an Schulze. Zu allem Überfluss schadete sich Wolfsburg in der Folge selbst, nach wiederholtem Foulspiel sah Anselmo Garcia MacNulty Gelb-Rot. Ein Treffer von Daniel Owusu und ein Eigentor von Meier machten die Niederlage deutlich.

Damit steht der VfL nach drei Partien mit einem Zähler am Tabellenende und hat fünf Punkte Rückstand auf Platz zwei, der fürs Weiterkommen reicht. Erster ist der FC Sevilla mit sieben Punkten, die Spanier setzten sich im Parallel-Spiel mit 3:0 in Lille durch. "Wir sind enttäuscht nach der Niederlage", sagte VfL-Coach Wimmer. "Salzburg hat es gut gemacht, hat kaum was zugelassen. Und am Ende haben wir zwei Konter-Gegentore bekommen, das ist enttäuschend."

  • VfL: Schulze - Boakye (65. Fobassam), Lang, MacNulty, Pörner (31. Meier) - Patut, Homann - Littbarski, Ambros (78. Tomljenovic), Wagbe - Busch (46. Sehic).
  • Tore: 1:0 (37.) Omoregie, 2:0 (80.) Owusu, 3:0 (88.) Meier (Eigentor).
  • Gelb-Rot: MacNulty (VfL/73.).