11. April 2021 / 10:48 Uhr

Zocken live im TV: Premnitzer Lucas Witschel nimmt am DFB-e-Pokal teil

Zocken live im TV: Premnitzer Lucas Witschel nimmt am DFB-e-Pokal teil

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lucas Witschel, Chemie Premnitz
Lucas Witschel gehört zu den besten FIFA-Spielern der Region und steht mit Havelwinkel Warnau im DFB-Pokal in der Runde der letzten 32. © Christoph Laak
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Landesliga Nord: Der 21-Jährige Offensivspieler hat sich mit dem Team des SSV Havelwinkel Warnau qualifiziert.

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Nun steht auch der Gegner fest: In der Hauptrunde des DFB-e-Pokal muss der SSV Havelwinkel Warnau gegen den SV Henstedt-Ulzburg aus der Nähe von Hamburg antreten. Gespielt wird das populäre Fußballspiel FIFA 21. Die Warnauer, welche sich als sachsen-anhaltinischer Landespokalsieger auf der Play-Station 4 für den DFB-Pokal qualifiziert hatten, hatten sich in der Vorrunde gegen den ASV Oberpreuschwitz durchgesetzt. An der Konsole mit dabei ist auch der Rathenower Lucas Witschel, der beim realen Fußball die Stiefel für den Landesligisten TSV Chemie Premnitz schnürt.

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„Es ist schon ein wenig überraschend, dass wir es so weit geschafft haben“, erzählt Witschel, der beim Landespokalsieg seines Teams entscheidenden Anteil hatte. „Wir haben uns damals mehr ,just for fun’ dafür angemeldet, aber es lief richtig gut“, berichtet der 21-Jährige. Die Warnauer setzten sich am Ende souverän gegen den SV Staßfurt durch. Dabei besteht ein Team aus jeweils drei Spielern, welche im direkten Duell gegeneinander antreten. „Wir haben dann immer mindestens zwei von drei Duellen gewonnen“, sagt Lucas Witschel.

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Am 8. Mai wartet auf ihn und seine Mannschaft nun das nächste Duell an der Konsole. Gegen den SV Henstedt-Ulzburg wollen die Warnauer, bei denen auch der ehemalige Premnitzer Torhüter Wilhelm Weigt zum Controller greift, unbedingt in die nächste Runde einziehen. „Das wird sicherlich nicht einfach, ist mir über den Gegner auch nicht wirklich viel bekannt. Ich weiß aber, dass sie nicht in der virtuellen Bundesliga antreten“, sagt Witschel, der eine Ausbildung bei der Stadt Rathenow absolviert.

In der virtuellen Bundesliga sind auch einige Mannschaften aus der Fußball-Bundesliga mit eSport-Teams vertreten. Auf diese könnten die Warnauer dann in der nächsten Runde treffen. Anfang Mai wartet nun erst einmal aber das Team aus der Nähe von Hamburg. Um Chancengleichheit zu wahren, spielen alle Teilnehmer mit Teams, welche die gleiche Stärke haben. „Wir spielen jeweils mit Mannschaften, welche die Stärke 90 haben. Es soll wirklich darum gehen, dass sich der bessere Spieler durchsetzt und nicht der Spieler mit dem stärkeren Team“, erklärt Lucas Witschel, der selbst mit dem 1. FC Union Berlin zockt.

Gespielt wird mit dem 1. FC Union Berlin

„An sich bin ich ja Sympathisant des FC Bayern München, aber Union gefällt mir halt auch richtig gut“, erklärt Witschel. Sein Teamkollege Julian Krüger spielt ebenfalls mit dem Hauptstadtclub, während Wilhelm Weigt mit dem Deutschen Rekordmeister an der Konsole aktiv ist.

Trainiert wird untereinander kaum, auch wenn ausschließlich online gespielt wird. „Da die virtuelle Bundesliga schon beendet ist, kann man nicht in diesem Modus trainieren, den wir im Pokal spielen. Und im Freundeskreis zu zocken ist auch schwierig. Ich bin unter dem Namen lcswtl aber online zu finden und würde mich über das ein oder andere Trainingsspiel durchaus freuen“, erklärt der 21-Jährige, der ehrenamtlich auch die Premnitzer F-Juniorenfußballer betreut.

In Bildern: Die Trikots vom 1. FC Union Berlin seit 2000.

Viele Farben zierten das Trikot von Union Berlin in den letzten Jahren. Zur Galerie
Viele Farben zierten das Trikot von Union Berlin in den letzten Jahren. © picture alliance, imago

Witschel hat von klein auf immer FIFA gespielt und das an der Playstation, andere Spiele oder Konsolen kommen für ihn nicht in Frage. „Wenn man einmal drin ist, dann ist man auf ,seiner’ Konsole gefangen. Es ist schon Pflicht sich in jedem Jahr das neue FIFA zu kaufen“, erklärt Witschel, der vier bis fünf Stunden in der Woche vor seiner Konsole verbringt. Gespielt wird aber nicht etwa auf einem großen Fernsehgerät, sondern auf einem Computer-Monitor. „Das hat zwei große Vorteile: Erstens hat man den gesamten Raum besser im Überblick und zweitens wird das Spiel nicht verzögert dargestellt, das kann auf dem Fernseher nämlich durchaus passieren“, erklärt der Premnitzer Offensivmann.

In der ersten Mai-Woche will Witschel die Intensität an der Konsole dann noch einmal nach oben schrauben. „Die Hauptrunde wird live im Fernsehen bei ProSieben Maxx übertragen. Da möchte ich natürlich gut vorbereitet sein. Wir bekommen Technik vom DFB gestellt, um es zu streamen“, verrät der 21-Jährige. Wenn es die Corona-Bestimmungen bis dahin zulassen, wollen die drei Spieler des SSV Havelwinkel Warnau gemeinsam ihre Spiele austragen. „Das wäre für die Übertragung und natürlich auch für uns richtig cool. Das würde die Atmosphäre mächtig steigern“, sagt Witschel, der sich Hoffnungen auf den Einzug in die nächste Runde macht.

In diesem Jahr ist Lucas Witschel für Havelwinkel Warnau am Start, künftig würde er das auch gerne für seinen Heimatverein tun. „Das ist aber wie im richtigen Fußball, man muss den Verein wechseln. Mal schauen wie leicht das geht“, sagt Witschel, der beim TSV Chemie sogar noch bessere Chancen auf Erfolg sieht. „Mit Niklas Haase oder Max Reinefeldt haben wir auch richtig gute Spieler und könnten ein starkes Team stellen.“